Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Isabell Zacharias SPD vom 13.10.2014 Kulturelle Bildung Ich frage die Staatsregierung: 1. Verfolgt die Staatsregierung im Bereich der kulturellen Bildung eine gesamtstaatliche Strategie, wenn ja, wie sieht diese aus? 2. Welche Gründe, Notwendigkeiten und Möglichkeiten sieht die Staatsregierung für eine gesamtstaatliche Strategie im Bereich der kulturellen Bildung? 3. Welche Ministerien der Staatsregierung sind mit welchen Aktivitäten und Maßnahmen im Bereich der kulturellen Bildung engagiert? 4. a) Aus welchen Haushaltstiteln der verschiedenen Einzelpläne werden welche Institutionen, Projekte oder Maßnahmen der kulturellen Bildung durch den Freistaat gefördert? b) Welche Einrichtungen oder Organisationen werden im Bereich der kulturellen Bildung aus den verschiedenen Ministerien gefördert? 5. a) Welche Maßnahmen und Aktivitäten der Staatsregierung im Bereich kultureller Bildung zielen auf interkulturelle Verständigung und interkulturelle Zusammenarbeit ab? b) Welchen Stellenwert hat für die Staatsregierung kulturelle Bildung für Erwachsene, und wie drückt sich dieser Stellenwert in den Maßnahmen der Staatsregierung aus? c) Welchen Stellenwert hat für die Staatsregierung die gesellschaftliche Inklusion im Bereich der kulturellen Bildung und wie drückt sich dieser Stellenwert in den Maßnahmen der Staatsregierung aus? 6. An welchen Stellen und inwieweit kann nach Einschätzung der Staatsregierung die kulturelle Bildung im Rahmen eines Gesamtkonzepts zur Verringerung von Bildungsarmut oder zur Verringerung des Zusammenhangs zwischen Bildungsstand und sozialer Herkunft beitragen? 7. Plant die Staatsregierung sich dafür einzusetzen, dass die kulturelle Bildung fester Bestandteil schulischer Aktivitäten wird, und wenn ja, in welcher Form? Antwort des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst vom 05.01.2015 1. Verfolgt die Staatsregierung im Bereich der kulturellen Bildung eine gesamtstaatliche Strategie, wenn ja, wie sieht diese aus? Eine gesamtstaatliche Strategie, die Maßnahmen der einschlägigen Ressorts koordiniert, erfolgt federführend durch das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Die Zusammenlegung von Kultusund Wissenschaftsministerium im Jahr 2013 bedeutet die Chance, diese Strategie weiter zu vertiefen. Sie beinhaltet den intensiven Ausbau eines bayernweiten Netzwerks zur kulturellen Bildung. Hierbei werden landesweit regionale und kommunale Strukturen und Partner erfasst. Sie werden im Folgenden kurz dargestellt. 1.1 Landesweite Initiativen Durch die Zusammenlegung der beiden ehemaligen Staatsministerien für Unterricht und Kultus sowie Wissenschaft , Forschung und Kunst zum Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst wurden die Aktivitäten beider Häuser im Bereich der kulturellen Bildung gebündelt und in einer Abteilung zentriert. Gleichzeitig wurde das Referat „Kulturelle Bildung“ in diese Abteilung umgesetzt und mit einem erweiterten Aufgabenbereich versehen. Der Bereich „Kulturelle Bildung“ umfasst jetzt neben den Sparten Musik, Kunst, Theater, Film, Literatur und Neue Medien auch die Museums- und Denkmalpädagogik sowie die Zusammenarbeit mit landesweit tätigen Verbänden und Institutionen. Hier sind insbesondere zu nennen: 1.1.1 Der Landesverband der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen, LJKE Bayern e. V. 1.1.2 Die Landesvereinigung Kulturelle Bildung e. V. (LKB) 1.1.3. Die Bayerische Architektenkammer und die Landesarbeitsgemeinschaft Architektur und Schule 1.1.4 Die Bayerische Museumsakademie (BMA) und das museumspädagogische Zentrum München und Nürnberg (MPZ, KPZ) 1.1.5 Die Bayerische Landeskoordinierungsstelle Musik (BLKM) und der Bayerische Musikrat (BMR) 1.1.6 Der Berufsverband Bildender Künstler, Landesverband Bayern (BBK) 1.1.7 Die bayerische Akademie für Schultheater und Theaterpädagogik der Friedrich-AlexanderUniversität Erlangen/Nürnberg sowie die Lan- Drucksachen, Plenarprotokolle sowie die Tagesordnungen der Vollversammlung und der Ausschüsse sind im Internet unter www.bayern.landtag.de –Dokumente abrufbar. Die aktuelle Sitzungsübersicht steht unter www.bayern.landtag.de–Aktuelles/Sitzungen/Tagesübersicht zur Verfügung. 17. Wahlperiode 06.03.2015 17/4917 Bayerischer Landtag Seite 2 Bayerischer Landtag · 17. Wahlperiode Drucksache 17/4917 desarbeitsgemeinschaft Theater und Film an bayerischen Schulen e. V. 1.1.8 Die Landesarbeitsgemeinschaft Neue Medien Bayern e. V. 1.1.9 Die in Gründung befindliche bayerische Akademie für Denkmalpflege und Denkmalpädagogik sowie die bayerischen Lehrkräfte aus dem Netzwerk Denkmalpädagogik. Die Zusammenarbeit mit diesen und weiteren Partnern (siehe 3.) wird im StMBW sowohl finanziell unterstützt wie inhaltlich abgestimmt. Schwerpunktthemen (z. B. Angebote für Kinder mit Migrationshintergrund, Inklusion ) werden mit den Partnern nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel abgestimmt. 1.2 Kommunaler Bereich Das StMBW arbeitet seit Jahren mit dem Verein „Stadt- kultur Netzwerk Bayerischer Städte e. V.“ zusammen. Hier werden zurzeit bayernweit über 50 Städte erreicht . Gefördert wird die Zusammenarbeit aus dem Kulturfonds. Zusammenarbeit besteht auch mit einzelnen Kommunen , die ein exemplarisches Netzwerk an kulturellen Angeboten aufgebaut haben. Zu nennen sind hier etwa Coburg und Bamberg, die mit erheblicher logistischer und finanzieller Unterstützung durch das StMBW stabile Partnerschaften von kulturellen Anbietern für ihre Kindertageseinrichtungen und Schulen aufgebaut haben. Auch der Kulturservice München (KS-MUC), der aktuell durch das Programm „Musenkuss“ abgelöst wurde , wurde mithilfe des ehemaligen StMUK aufgebaut. Diese kommunalen Angebotsplattformen wurden für viele Kommunen Bayerns Anlass, ebenfalls eigene Strukturen zu schaffen. Seit einigen Jahren engagieren sich auch zahlreiche private Stiftungen für den Bereich der kulturellen Bildung . Das StMBW berät die Stiftungen bei der Ausgestaltung der Förderprogramme (z. B. Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation, München; Stiftung Persönlichkeit, Nürnberg, ALTANA Kunst- und Kulturstiftung ) und vermittelt Partnerschaften für bayernweite bzw. kommunale Zusammenarbeit. 2. Welche Gründe, Notwendigkeiten und Möglichkeiten sieht die Staatsregierung für eine gesamtstaatliche Strategie im Bereich der kulturellen Bildung? 2.1. Kulturelle Bildung und Schule Bei den Möglichkeiten des Freistaats Bayern für ein flächendeckendes Angebot für alle Kinder und Jugendlichen ist vor allem seine zentrale Zuständigkeit für alle Schulen in Bayern zu nennen. Dieses wirksame Instrument für die kulturelle Bildung entfaltet sich in Fächern und fachübergreifenden Bereichen. Die Schulen sollen nicht nur Wissen und Können, sondern auch Herz und Charakter bilden. Dieser oft zitierte Artikel 131 der Bayerischen Verfassung hat heute mehr Gewicht denn je. Kulturelle Bildung trägt wesentlich zum gelingenden Hineinwachsen der Kinder und Jugendlichen in die Gesellschaft bei. Schulische und außerschulische Angebote künstlerisch-kultureller Betätigung können, beginnend in den Kindertageseinrichtungen über die Grundschulen bis zu den weiterführenden Schulen, entscheidende Beiträge zur Persönlichkeitsentwicklung leisten. Sowohl im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) wie auch in den Lehrplänen aller Schularten in Bayern wird deshalb die kulturelle Bildung als fächerübergreifendes Bildungsziel thematisiert. Die Staatsregierung sieht für die Verstärkung und dauerhafte Förderung der kulturellen Bildung an Schulen insbesondere folgende Gründe und Notwendigkeiten . Zum einen geht es um die Förderung des Interesses junger Menschen für möglichst viele Bereiche von Kunst und Kultur. Sowohl die Ausbildung von Erziehern und Erzieherinnen wie auch die Lehrerbildung oder die Ausbildung von Sozialpädagogen vermittelt seit Jahren verstärkt das Rüstzeug zur altersgemäßen Förderung der Kinder und Jugendlichen für ihr kulturelles Interesse. Zum anderen wirkt sich der Erwerb künstlerischkultureller Fähigkeiten und Kenntnisse positiv auf die Sach- und Methodenkompetenz jedes einzelnen Schülers aus. Die Kulturelle Bildung hat darüber hinaus positiven Einfluss auf Einstellungen zur eigenen und fremden Kultur, Tradition und Geschichte, die eigene Bildung, kreative Gestaltungstechniken, rhetorische Fähigkeiten und das Denken in komplexen Zusammenhängen. Ebenso unterstützt Kulturelle Bildung die Sozialkompetenz der Kinder und Jugendlichen . Sie fördert die Fähigkeit zur Teamarbeit, die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung und den Abbau von Vorurteilen. In den allgemeinbildenden Schulen Bayerns wird kulturelle Bildung vor allem in den Fächern der Ästhetischen Bildung, in Kunst, Musik, Deutsch, Theater und in Wahlbereichen wie Chor, Orchester, Bigband, Film, Foto, Video, Tanz, aber auch in anderen Fächern wie Religion, Geschichte oder den Fremdsprachen vermittelt . Je motivierender der Unterricht hier gestaltet wird, desto interessierter sind die Schülerinnen und Schüler auch als zukünftige Besucher der vielfältigen Angebote bayerischer Kultureinrichtungen. Die Stundentafeln der bayerischen Schulen weisen Kunst und Musik, am Gymnasium in der Qualifikationsstufe auch das Theater, grundsätzlich als eigenständige Fächer aus. In allen Schularten sind Kunst und Musik je nach Jahrgangsstufe deshalb verpflichtende Unterrichtsfächer. Sie können – nach Neigung der Schülerinnen und Schüler – für die gesamte Schulzeit auch durchgehend belegt werden. Die bayerischen Schultheater bilden (Ausnahme s. o.) innerhalb der ästhetischen Bildung eine eigene Kategorie, da sie nicht an ein spezielles Fach gebunden sind. Trotzdem existieren an allen Schularten Theatergruppen, die sich in jährlichen Festivals, wie z. B. in den bayerischen Schultheatertagen, präsentieren und ständig weiterentwickeln. Das seit zehn Jahren an der Universität Erlangen-Nürnberg installierte Staatsexamen „Darstellendes Spiel“ ist ein Garant für die hohe Qualität der Ausbildung bayerischer Theaterlehrer . Die dem Studiengang angeschlossene Bayerische Schultheaterakademie bildet alle Theaterlehrer fort und professionalisiert auch schulische Ensembles auf herausragende Art und Weise. Die Qualität bay- Drucksache 17/4917 Bayerischer Landtag · 17. Wahlperiode Seite 3 erischer Schultheater steht deshalb seit Jahren auch unangefochten an der bundesdeutschen Spitze. Ergänzend zum Fach- und Wahlunterricht vollzieht sich die Vermittlung von kultureller Bildung auch im Bereich außerunterrichtlicher Maßnahmen und Projekte . Entscheidend für einen nachhaltigen Erfolg sind der Kenntnisstand, die Wissens- und Erfahrungsgebiete und das künstlerische Potenzial externer Partner, deren Expertise für Schulen nutzbar gemacht wird. Die in diesen Kooperationen gewonnenen Arbeitsformen, Methoden und Erkenntnisse über die Vermittlung von kultureller Bildung fließen in den regulären Unterrichtsbetrieb ein und können damit die Vermittlung von künstlerisch-kulturellen Inhalten im Regelunterricht optimieren . So wird z. B. auch in Bayern das Klassenmusizieren immer wichtiger. Aufbauend auf das häufige und motivierende Singen in den Grundschulen wird bereits ab der dritten Jahrgangsstufe in zahlreichen Schulen Klassenmusizieren mithilfe externer Partner angeboten . Bis zur sechsten Jahrgangsstufe lernen die Kinder in Bläser-, Streicher-, Orchester-, Band- und Percussionsklassen ihre Instrumente, die sie dann in Zusammenarbeit mit Musikschulen und -vereinen individuell vertiefen. Bayern fördert auf diese Weise auch ganz bewusst den Nachwuchs für die Laienmusik, die mit ihren zahlreichen Vereinen und Verbänden einen herausragenden Beitrag zur lebendigen Traditionspflege und gesellschaftlichen Entwicklung leistet. Die Bayerische Landeskoordinierungsstelle Musik, die vor allem für die systematische Sammlung und Verbreitung von best-practice-Modellen für die Verstärkung des Praxisanteils des Musikunterrichts von der Kindertageseinrichtung bis ins Erwachsenenalter hinein geschaffen wurde, kümmert sich im Auftrag von zwei Staatsministerien und des Bayerischen Musikrats auch um eine noch bessere Verzahnung zwischen schulischer und außerschulischer Musikpflege. Auch die Zusammenarbeit bayerischer Grundschulen mit dem Berufsverband Bildender Künstler gehört in diese Beispielreihe und zeitigt sehenswerte Ergebnisse kindlicher Kreativität. In künstlerischen Wochen oder über längere Zeiträume arbeiten Künstlerinnen und Künstler mit den Klassen und deren Lehrkräften zusammen. Die Schülerinnen und Schüler lernen gemeinsam mit ihren Lehrkräften, welches Potential in der bildenden Kunst steckt und wie sie es für sich selbst entdecken und nutzen können. Das Museumspädagogische Zentrum München und das Kulturpädagogische Zentrum Nürnberg arbeiten eng mit bayerischen Schulen zusammen und entwickeln Angebote und Programme für die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Schule und Museum. Vom Zweigmuseum über die nichtstaatlichen Museen bis hin zu den arrivierten großen Einrichtungen nutzen bayerische Schulen dieses schier unerschöpfliche Potenzial und erhalten so lebendige außerschulische Lernorte von hoher Attraktivität. Alle hier angedeuteten Formen der Zusammenarbeit zwischen Schule und externen Kunst- und Kulturanbietern werden nur sinnvoll und möglich durch die hohe Qualität der bayerischen Kunst-, Musik- und Theaterlehrer , die an hervorragenden Ausbildungsstätten ihre fachliche und pädagogische Profession erhalten. 2.2 Kulturelle Bildung im außerschulischen Bereich Bayern lebt vom kulturellen Reichtum und der Ver- schiedenartigkeit seiner Regionen. Das seit 2 Jahren verabschiedete Kulturkonzept fördert deshalb z. B. ganz unterschiedliche Einrichtungen und Maßnahmen , die der regionalen Eigenständigkeit verpflichtet sind. Eine zentrale Steuerung aller einschlägigen Aktivitäten für den Bereich der kulturellen Bildung würde auch der gewollten Vielfalt und der Eigenverantwortung der zahlreichen Akteure zuwiderlaufen. Kommunale , kirchliche und private Anbieter kultureller Bildung gestalten nach eigenen Regeln und Überzeugungen und prägen mit ihren Leistungen eine facettenreiches und hoch differenziertes Angebot. Eine Vielzahl kultureller Institutionen, darunter staatliche , kommunale und gemeinnützige Einrichtungen, aber auch private Vereine und Stiftungen engagiert sich in diesem Bereich und leistet damit einen erheblichen Beitrag dafür, dass breitere Bevölkerungsschichten an Kultur teilhaben und unser kulturelles Erbe an die kommenden Generationen weitergegeben wird. Die Beschäftigung mit Musik, Theater, Tanz, bildender Kunst, Literatur und anderen Ausdrucksformen ist hervorragend geeignet, kreative Anlagen zu wecken und auszubilden. Sie ist darüber hinaus für die kognitive Entwicklung und die Förderung sozialer, emotionaler und intellektueller Kompetenzen junger Menschen von erheblicher Bedeutung. Sie bildet damit eine wichtige Ergänzung zur Schulbildung. Insbesondere die bayerischen Theater und Kulturorchester agieren als außerschulische Lernorte in enger Vernetzung mit den Schulen. Die Kinder- und Jugendarbeit der Theater und Orchester ist Teil der Aneignung kultureller Überlieferung. Kinder und Jugendliche können hier begreifen, dass Werke der Vergangenheit etwas mit ihrem eigenen Leben zu tun haben. Kulturelle Bildung bietet darüber hinaus Möglichkeiten , sich interkulturelle Kompetenzen anzueignen. Sie fördert die Verständigung und baut Vorbehalte von Kindern und Jugendlichen vor dem „Fremden“ ab. Die außerschulische kulturpädagogische Arbeit zeichnet sich durch die Freiwilligkeit der Teilnahme aus. Dabei entstehen Werke speziell für und von Kindern und Jugendlichen mit einer eigenständigen Ästhetik, die nicht abgekoppelt von der allgemeinen ästhetischen Bildung, aber zugeschnitten auf die besonderen Kommunikationsfähigkeiten von Kindern und deren Erwartungen ist. Kinder- und Jugendtheater erreichen mit Schulaufführungen alle sozialen Schichten einer Altersgruppe und ermöglichen auf diesem Wege den chancengleichen Zugang zu kulturellen Angeboten. Die Bayerischen Staatstheater bieten zudem zahlreiche Workshops und Einführungsveranstaltungen an, in denen Kinder und Jugendliche sich mit einzelnen Inszenierungen auseinandersetzen oder auch erste eigene künstlerische Versuche unter professioneller Anleitung unternehmen können. Auch die meisten nichtstaatlichen Theater beschäftigen mittlerweile Theaterpädagogen , die speziell für die Kinder- und Jugendarbeit zuständig sind. Die im Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen e.V. organisierten 218 Musikschulen Bayerns erreichen aktuell 181.000 Kinder und Jugendliche. Sie lie- Seite 4 Bayerischer Landtag · 17. Wahlperiode Drucksache 17/4917 fern damit einen wesentlichen Beitrag für die kulturelle Bildung und tragen durch ihre weit über die einzelne Musikschule hinausgehende Öffentlichkeitsarbeit dazu bei, dass Musik in vielen Teilen der Bevölkerung als wichtiger Bestandteil für das Heranwachsen der Kinder und Jugendlichen gesehen wird. Auch der Tonkünstlerverband, Landesverband Bayern , leistet mit seinen privaten Musikerziehern sowie privaten Musikinstituten einen unverzichtbaren Beitrag für die musikalische Ausbildung von Kindern und Jugendlichen . Eine Abstimmung dieser und weiterer außerschulischen Bildungsträger mit den schulischen fördert ein durchgängiges musikalisches Bildungskonzept. Über die Vernetzung aller Bereiche des Musiklebens wird das Ziel „Musik für ein ganzes Leben“ verfolgt. Zum 1. September 2011 wurde deshalb die Bayerische Landeskoordinierungsstelle Musik gegründet, die durch Sammlung, Darstellung und Vernetzung von Musikausbildungsprojekten die musikalische Bildung vom Kleinkind bis zum Senior stärken soll. Das Museumspädagogische Zentrum (MPZ) in München wird vom Freistaat Bayern und der Landeshauptstadt München als gemeinsame Einrichtung betrieben. Das Zentrum hat die Aufgabe, die Bildungsarbeit der Schulen und anderer Bildungseinrichtungen durch Unterricht, Führungen und andere Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit den Museen, Sammlungen und Ausstellungen in Bayern, insbesondere in München, zu unterstützen und didaktische Programme für unterschiedliche Zielgruppen anzubieten. Das MPZ bietet in den kunst- und kulturhistorischen sowie den naturwissenschaftlichen Museen und Sammlungen Münchens und auch bayernweit Führungen für Schulklassen aller Schularten und aller Jahrgangsstufen an, die speziell für die jeweiligen Voraussetzungen und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen entwickelt werden. Entdeckerfreude, Spaß und Kreativität, verbunden mit zielgerichtetem Lernen und Tun, geben dabei den Ton an. An den Museumsbesuch schließen sich häufig praktische Arbeiten in einem der MPZ-Studios an, wie z. B. Malen, Zeichnen und Werken, szenisches Spiel oder naturwissenschaftliches Experimentieren. Auch Kinder von Kindertageseinrichtungen sind beim MPZ gut aufgehoben. Für sie hat das MPZ in enger Zusammenarbeit mit Sozialpädagogen und Erziehern für die verschiedenen Museen und Sammlungen ein altersgerechtes Führungsangebot entwickelt, das auf die frühpädagogischen Erkenntnisse und Erfordernisse zugeschnitten ist. Ein Schwerpunkt in der Arbeit des MPZ ist die Fortbildung von Lehrkräften und Teilnehmern von Studienseminaren sowie von Erzieherinnen und Erziehern. Das umfangreiche Angebot richtet sich an Lehrkräfte der allgemeinbildenden Schulen und besonders auch der beruflichen Schulen beziehungsweise an Erzieherinnen und Erzieher der Kindergärten und Tagesstätten . Das MPZ veröffentlicht auch thematische Handreichungen , um Museumsbesuche zu unterstützen. Diese unterscheiden sich von üblichen Katalogen vor allem durch die didaktische Aufbereitung von Sachinformationen . Die Lust am Lesen und am schriftlichen Ausdruck früh zu fördern, ist aus vielen Gründen eine wichtige bildungs- und kulturpolitische Aufgabe. Für das Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst ist die Leseförderung daher ein Schwerpunkt innerhalb des Bereichs der Literaturpflege. Die Aufgabe der Landesfachstelle für Bibliothekswesen ist es, die vielfältigen Leistungen öffentlicher Bibliotheken in Bayern für die Leseförderung zu verbessern und auszubauen. Dabei geht es vor allem um eine Stärkung der Zusammenarbeit von Bibliotheken mit Schulen, aber auch mit Kindergärten und anderen Institutionen der Jugendbildung. Zu den wichtigsten Aktivitäten zählen die Bereitstellung von Klassensätzen für Schulen, der Aufbau eines Angebots von thematischen „Bücherkisten“ für die Nutzung in Schulen, die Einrichtung attraktiver Kinderbibliotheken u. Ä.. Aus Mitteln für die Literaturpflege fördert der Freistaat Autorenlesungen an Schulen und in öffentlichen Bibliotheken durch einen jährlichen, seit 2009 deutlich erhöhten Pauschalzuschuss an den Friedrich-Bödecker -Kreis e. V. und den Verein Bayern liest e. V. Schulen und Bibliotheken können hier einen Zuschuss für Lesungen beantragen. Seit 2009 fördert der Freistaat auch verstärkt Projekte für kreatives Schreiben. Besonders wirksam haben sich Schreibwerkstätten unter der Leitung von Schriftstellerinnen und Schriftstellern oder Spoken Word Poeten erwiesen, wie sie etwa in Projekten des Literaturhauses München, des Lyrik Kabinetts oder des Vereins Planet Siam e. V. praktiziert werden. Diese Projekte finden in Kooperation mit Schulen statt. Das „White Ravens-Festival“ für Kinder- und Jugendliteratur der Internationalen Jugendbibliothek in der Blutenburg (München), das seit 2010 im zweijährigen Turnus stattfindet, ist auf Initiative des Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst ins Leben gerufen worden. Der Bayerische Landtag hat die kulturelle Bildung 2010 als gleichwertiges Bildungsziel einstimmig anerkannt und die Staatsregierung damit aufgefordert, auch zukünftig alles zu tun, damit Kinder und Jugendliche in Bayern so früh wie möglich mit Kunst und Kultur in Berührung kommen und die Leistungen und Angebote des „Kulturstaats Bayern“ auch von kommenden Generationen wertgeschätzt und nachgefragt werden. 3. Welche Ministerien der Staatsregierung sind mit welchen Aktivitäten und Maßnahmen im Bereich der kulturellen Bildung engagiert? Ergänzend zu den oben bereits genannten Maßnahmen werden im Folgenden vor allem diejenigen Maßnahmen aufgeführt, für die das StMBW unmittelbar zuständig ist und die auch finanziell gefördert werden: Bayerische Landeskoordinierungsstelle Musik (BLKM) Die BLKM wurde am 16. September 2011 als Ar- beitsgemeinschaft der damaligen Staatsministerien für Unterricht und Kultus (StMUK), für Wissenschaft, Forschung und Kunst (StWFK) und für Arbeit und Sozialordnung , Familie und Frauen (StMAS) sowie des Bayerischen Musikrats (BMR) gegründet. Die BLKM wird im Auftrag der vorgenannten obersten Landesbehörden tätig und arbeitet mit dem Baye- Drucksache 17/4917 Bayerischer Landtag · 17. Wahlperiode Seite 5 rischen Musikrat (BMR) zusammen. Ziel der BLKM ist die Sammlung, Darstellung, Vermittlung und Durchführung von Musikbildungsprojekten im Freistaat Bayern. Aufgaben und Ziele sind im Einzelnen: • Servicestelle für Musikbildungsprojekte • Sammlung, Darstellung, Vermittlung und Durchfüh- rung von Musikbildungsprojekten • Systematisierung von Musikbildungsprojekten • Sichtung, Beschreibung und Durchführung von Fortbildungsangeboten • Entwicklung von Qualitätskriterien • Unterstützung neuer Initiativen zur musikalischen Breitenbildung • Kooperation und/oder Vernetzung in und zwischen Kindertageseinrichtungen, Schulen, Vereinen, Musikbildungseinrichtungen , Musikbildungsprojekten, Seniorenprojekten • Entwicklung von Modellen in Kooperation mit Partnern zur Unterstützung des Ausbaus musikalischer Bildung in allen Regionen Bayerns Partner: StMAS, Bayerischer Musikrat, Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung, Staatsinstitut für Frühpädagogik Website: www.blkm.de Landesarbeitsgemeinschaft Schulchor in Bayern Die Landesarbeitsgemeinschaft Schulchor in Bayern führt selbstständig und im Auftrag des StMBW bayernweit Fortbildungen für Lehrkräfte aller Schularten durch. In der Regel werden pro Jahr ca. 10 ganztägige Fortbildungen veranstaltet. Schwerpunktthemen der letzten Jahre waren u. a. Literatur für Schulchöre, Stimmbildung, Organisation von Veranstaltungen sowie Unterweisungen im Dirigieren durch professionelle Chorleiter. Herausragende Maßnahmen der letzten Jahre waren Fortbildungen im Umgang mit der „Singlok 1“ für alle Grundschullehrkräfte in Bayern, die 1. Klassen unterrichten , sowie Dauerfortbildungen zur Stimmbildung aller Lehrkräfte (Stichwort: Lehrergesundheit). Die LAG Schulchor war auch maßgeblich in die Vorbereitung des ersten Aktionstages Musik 2013 eingebunden (Teilnahme von 120.000 Schülerinnen und Schülern sowie Kindern aus Kitas) Für den Aktionstag 2014 war sie ebenfalls wichtiger Partner (Teilnahme von 150.000 Schülerinnen und Schülern sowie Kindern aus Kitas). Die Vorbereitungen für den Aktionstag 2015 laufen. Partner: Bayerische Musikrat Projekt GmbH, Akademie an der Einsteinstraße „U5“ Website: http://www.schulchor-bayern.de Landesarbeitsgemeinschaft Schulorchester in Bayern Die Landesarbeitsgemeinschaft Schulorchester in Bayern führt selbstständig und im Auftrag des StMBW bayernweite Fortbildungen für Lehrkräfte aller Schularten durch. In der Regel werden pro Jahr ca. 10 ganztägige Fortbildungen veranstaltet. Schwerpunktthemen der letzten Jahre waren u. a. Literatur für Schulorchester, Stimmproben-Arbeit, Organisation von Veranstaltungen sowie Unterweisungen im Dirigieren durch professionelle Dirigenten. Herausragende Maßnahmen der letzten Jahre waren u. a. Orchestertreffen in den Jahren 2010 und 2012, bei denen 15 bayerische Schulorchester gemeinsam im Festspielhaus Oberammergau musizierten , sowie Fortbildungen mit herausragenden Dirigenten (u. a. Enoch zu Guttenberg). Partner: Bayerische Landeskoordinierungsstelle Musik Website: http://www.schulorchester-bayern.de Landesarbeitsgemeinschaft Volksmusik an Schulen Die Landesarbeitsgemeinschaft Volksmusik an Schu- len führt selbstständig und im Auftrag des StMBW bayernweit ca. 10 Fortbildungen für Lehrkräfte aller Schularten pro Jahr durch. Herausragende Maßnahmen der letzten Jahre waren die Zusammenarbeit mit der Biermösl Blosn für den Bereich Volkstanz, die Vorbereitung des ersten und zweiten Aktionstages Musik 2013 und 2014 für das gemeinsame Singen inkl. der Durchführung des Projekts „bayerisch-türkisch“ sowie die Erarbeitung von Materialien für das Singen von regionalen Mundartliedern . Die LAG Volksmusik wird auch für den Aktionstag Musik 2014 Hauptpartner sein, u. a. für die Durchführung von Lehrerfortbildungsmaßnahmen zur Vorbereitung des Aktionstages Musik. Außerdem bereitet sie gemeinsam mit der Bayerischen Landeskoordinierungsstelle für Musik den ersten Volksmusiktag bayerischer Schulen 2015 in Mittenwald vor. Partner: Landesverein für Heimatpflege e.V., Bayerische Landeskoordinierungsstelle Musik Website: http://www.lag-volksmusik.de Landesarbeitsgemeinschaft Popularmusik an Schulen Die Landesarbeitsgemeinschaft führt selbstständig und im Auftrag des StMBW bayernweite Fortbildungen für Lehrkräfte aller Schularten durch. Herausragende Maßnahmen der letzten Jahre waren u. a. die Fortbildungen für Lehrkräfte der Grundund Mittelschulen zum verstärkten Singen mit dem Musiker DONIKKL („Fliegerlied“) und die Zusammenarbeit mit dem Popularmusikbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Herrn Bernd Schweinar. Partner: Bayerische Musikakademie Alteglofsheim, Verband für Popkultur in Bayern e.V. Website: http://www.lag-pop-bayern.de Landesarbeitsgemeinschaft Jazz an Schulen in Bay- ern Die Landesarbeitsgemeinschaft führt selbstständig und im Auftrag des StMBW bayernweit ca. 10 Fortbildungen für Lehrkräfte aller Schularten pro Jahr durch. Herausragende Maßnahmen der letzten Jahre waren die Zusammenarbeit mit internationalen Jazzgrößen zur Optimierung von Big-Band-Arbeit an Schulen. Für die kommenden Jahre ist eine Vernetzung der bayerischen Initiativen Bayerisches Jazzinstitut, Bayerisches Landesjugendjazzorchester, Lehrer-Big-Band etc. geplant. Die LAG Jazz plant für 2015 den ersten bayerischen Jazzkongress, der die unten stehenden Partner zusammenführen soll. Partner: Bayerisches Landesjugendjazzorchester, Seite 6 Bayerischer Landtag · 17. Wahlperiode Drucksache 17/4917 Lehrer-Bigband Bayern, Bayerisches Jazzinstitut, LAG Jazz e.V. Website: http://www.jazz-an-schulen.de Musikpädagogisches Institut für Lehrerfortbildung und Unterrichtsforschung (MILU) Das Musikpädagogische Institut für Lehrerfortbildung und Unterrichtsforschung an der Hochschule für Musik und Theater München wurde vor 10 Jahren auf Initiative des damaligen StMUK gegründet. Das Institut wurde durch langjährige Abordnung einer Gymnasiallehrkraft unterstützt. Die Hochschule hat die Gymnasiallehrkraft mittlerweile auf eine eigene Stelle übernommen . Die Jahresprogramme werden unmittelbar mit dem StMBW für schulartspezifische und -übergreifende Themen abgestimmt. Partner: Hochschule für Musik und Theater München Website: http://www.musikhochschule-muenchen. mhn.de/milu/ Lehrerfortbildungsmaßnahme „Lehrer singen, Kinder klingen“ Die Fortbildungsreihe läuft seit dem Schuljahr 2007/2008. Ziel dieser auf jeweils 2 Jahre angelegten Lehrerfortbildung ist es, Grund- und Mittelschullehrkräfte zum natürlichen Singen mit Kindern anzuleiten. Projektgebiete sind alle Regierungsbezirke in Bayern. Die Fortbildung hat vier Schwerpunkte: • Ausbau und Stärkung der natürlichen Sing- und Sprechstimme der Lehrkraft sowie des Schülers über den Weg der Stimmbildung • Vermittlung von Kenntnissen im Bereich Stimmkunde , Stimmphysiologie, Atemtechnik, Gehörschulung und Literatur • Vermittlung von didaktisch-methodischen Grundlagen zur Arbeit mit der Kinderstimme und möglichen Fehlfunktionen • Vermittlung von didaktisch-methodischen Grundlagen zum Singen mit Kindern in der Gruppe, abgestimmt auf das jeweilige Alter Partner: Bayerische Musikrat Projekt GmbH, Regierung von Schwaben, Bayerische Musikakademie Marktoberdorf, Chorverband Bayerisch-Schwaben Website: http://www.musikinbayern.de Lehrerfortbildungsmaßnahme „Chorklassen im Regie- rungsbezirk Schwaben“ Im Pilotzeitraum 2008/09–2011/12 wurde an 20 Stand- orten im Regierungsbezirk Schwaben das Modell „Chorklasse“ in den Jahrgangstufen 1 und 2 erprobt. Voraussetzung für die Leitung einer Chorklasse war im Pilotzeitraum die erfolgreiche Teilnahme an der Fortbildung „Lehrer singen, Kinder klingen“ (s.o.). Die Einrichtung von Chorklassen erfolgte gezielt an unterschiedlichen Standorten mit unterschiedlichen Bedingungen , um die Wirkung des erweiterten Unterrichts zu erproben: u. a. an Schulen mit hohem Migrationsanteil , an Ganztagsschulen, an Förderschulen. Derzeit sind an ca. 40 Grundschulen in Schwaben Chorklassen eingerichtet. Partner: Bayerische Musikrat Projekt GmbH, Regierung von Schwaben, Bayerische Musikakademie Marktoberdorf Website: http://www.musikinbayern.de Lehrerfortbildungsmaßnahme „Lehrer singt, Jugend swingt“ Die Fortbildung läuft seit dem Schuljahr 2012/13. Sie bildet die Weiterführung der Reihe „Lehrer singen, Kinder klingen“ und hat zurzeit ihren Schwerpunkt noch im Regierungsbezirk Schwaben. Geplant ist in den nächsten Jahren eine Zulassung von Teilnehmern aus allen Regierungsbezirken. Die Fortbildung hat vier Schwerpunkte: • Ausbau und Stärkung der natürlichen Sing- und Sprechstimme der Lehrkraft wie des Schülers über den Weg der Stimmbildung • Vermittlung von Kenntnissen im Bereich Stimmkunde , Stimmphysiologie, Atemtechnik, Gehörschulung und Literatur • Vermittlung von didaktisch-methodischen Grundlagen zur Arbeit mit der Kinderstimme und möglichen Fehlfunktionen • Vermittlung von didaktisch-methodischen Grundlagen zum Singen mit Kindern in der Gruppe, abgestimmt auf das jeweilige Alter Partner: Bayerische Musikrat Projekt GmbH, Regierung von Schwaben, Bayerische Musikakademie Marktoberdorf, Chorverband Bayerisch-Schwaben Website: http://www.musikinbayern.de Lehrerfortbildungsmaßnahme „Basiskurs Klassenmu- sizieren“ Diese Fortbildung wurde in den Schuljahren 2010/2011 und 2011/2012 für ausgebildete Instrumentallehrer/Dirigenten aus Vereinen, Musikschulen sowie freie Musiklehrer angeboten. Ziel war es, diesen Personenkreis im Bereich elementarer Musikpädagogik und Musikdidaktik als Voraussetzung zur Arbeit in Klassen für das gemeinsame Musizieren in unterschiedlicher Besetzung /Größe/Ausrichtung im Rahmen des Ganztagsangebots an allgemeinbildenden Schulen fortzubilden. Es wurden hier bewusst Kompetenzen von ausgebildeten Instrumentallehrern und Dirigenten zum Ausbau des Musikangebots an Schulen (v. a. im Ganztag) über den Weg der Kooperation von allgemeinbildender Schule und Einrichtungen des Musiklebens (z. B. Musikschulen ) genutzt. Partner: Bayerischer Musikrat, Bayerische Musikrat Projekt GmbH, Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen Website: http://www.musikinbayern.de Lehrerfortbildungsmaßnahme „Ich kann´s – Bayerns Kinder singen“ (Schirmherrschaft: Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle) Diese Fortbildungsreihe wurde für Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen mit den Schwerpunkten „Stärkung der Lehrerstimme“ und „Kindgerechtes Singen “ entwickelt und wird seit dem Schuljahr 2012/2013 angeboten. Die Teilnehmer werden zukünftig als Multiplikatoren in ihren Regierungsbezirken eingesetzt. Ziel: Förderung des Singens und Musizierens an Grundschulen, u. a. • Stimmentwicklung in Gruppen- und Einzelstimmbildung Drucksache 17/4917 Bayerischer Landtag · 17. Wahlperiode Seite 7 • Erwerb von Kenntnissen in den Bereichen Stimmbildung und Stimmkunde sowie Stimmpflege bei Erwachsenen und Kindern • Qualifizierung der Teilnehmer in den Bereichen Stimmbildung und Chorpädagogik sowie Didaktik und Methodik des kindgerechten Singens • Vermittlung von methodisch-didaktischen Grundlagen zum kindgerechten Singen und Musizieren Partner: Bayerische Landeskoordinierungsstelle Musik , Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen, Bayerische Musikakademie Marktoberdorf , Musikpädagogisches Institut für Lehrerfortbildung und Unterrichtsforschung, Landesarbeitsgemeinschaft Schulchor in Bayern „Aktionstag Musik in Bayern“ Auf Initiative der Bayerischen Landeskoordinierungs- stelle Musik fand 2013 zum ersten Mal der „Aktionstag Musik in Bayern“ statt. Zwischen dem 17. und 21. Juni 2013 waren Kinder in Kindertageseinrichtungen sowie in Grund- und Förderschulen eingeladen, innerhalb ihrer Einrichtung oder in Kooperation mit anderen Institutionen unter dem Motto „ZusammenSingen“ gemeinsam zu singen und zu musizieren. Ziele des Aktionstags Musik sind die Stärkung • der Musik vor Ort durch die Vernetzung von Kinder- tageseinrichtungen, Schulen und Vereinen; • der Musik durch das gemeinsame Erlebnis beim Miteinander-Musizieren, • der regionalen Kultur durch die Pflege von regio- naltypischem Liedgut sowie das Kennenlernen von Liedgut aus anderen Kulturkreisen. An der Aktion beteiligten sich 2013 ca. 120.000 Kinder aus rund 470 Kindertagesstätten und über 420 Grundschulen mit über 2.000 musikalischen Beiträgen. Am diesjährigen Aktionstag Musik (02.06.2014), der unter dem Motto „Meine Heimat in der Musik“ stand, beteiligten sich ca. 150.000 Kinder aus rund 1.500 Einrichtungen sowie über 200 Kooperationspartner. Partner: StMAS, Bayerische Landeskoordinierungsstelle Musik, Bayerischer Musikrat Website: http://www.aktionstagmusik-bayern.de Musik für Schüler – Konzerte an Mittel- und Förder- schulen Die gemeinnützige Internationale Stiftung zur Förde- rung von Kultur und Zivilisation bietet für Mittelschulen und Förderschulen im ländlichen Raum Konzerte unter dem Titel „Musik für Schüler“ an. Ziel ist eine Erstbegegnung mit klassischer Musik. Bisher wurden in drei Staffeln mehr als 150 Konzerte durchgeführt. Ausgewählte Profi-Musiker stellen an den Schulen Werke auf niveauvolle und zugleich unterhaltsame, lebendige Art anschaulich dar. Auf dem Programm stehen abwechslungsreich zusammengestellte Werke klassischer Musik in unterschiedlichen Besetzungen, verbunden mit einer erklärenden, dem Alter der Schülerinnen und Schüler entsprechenden Moderation. Das Konzept sieht vor, jede teilnehmende Schule dreimal mit unterschiedlichen ca. 60-minütigen Programmen zu besuchen, um somit möglichst viele verschiedene Instrumente „live“ vorzustellen und eine breite Palette an klassischem Repertoire anzubieten. Die Stiftung verfolgt zudem das Ziel, Kinder zum Er- lernen eines Instruments zu motivieren. Um dies zu ermöglichen, finanziert die Stiftung interessierten Schülerinnen und Schülern nach der Durchführung der Konzertreihe einen sogenannten „Schnupperunterricht “ am Instrument. Partner: Internationale Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation, Bayerische Landeskoordinierungsstelle Musik Website: http://www.internationalestiftung.de Schülerakademie „Musik.im.Puls – Meine Zukunft in der Musik“ Die Schülerakademie, die im Oktober 2012 erstmals an den beiden Musikhochschulen in München und Würzburg durchgeführt wurde, wurde speziell für Schülerinnen und Schüler musischer Gymnasien und musischer Realschulen entwickelt. Ziel dabei ist es, die musikpädagogischen Begabungen der Jugendlichen zu fördern und Impulse für die Berufswahl oder für ein Engagement in der musikalischen Arbeit neben und im Anschluss an die Schule zu geben. Inhalte und Themen der angebotenen Workshops waren u.a.: Bühnenpräsenz, „Meine Zukunft in der Musik“, Grundzüge des Dirigie-rens, Grundlagen der digitalen Musikproduktion, Arrangieren. Partner: Bayerische Landeskoordinierungsstelle Musik , Musikpädagogisches Institut für Lehrerfortbildung und Unterrichtsforschung, Arbeitskreis der Musiklehrkräfte Musischer Gymnasien, Hochschule für Musik und Theater München, Hochschule für Musik Würzburg Website: http://www.blkm.de Jugendakademie an der Bayerischen Staatsoper für Schülerinnen und Schüler von „Talent im Land Bayern “ Die Akademie ist fächerübergreifend angelegt. Das Phänomen Oper soll möglichst umfassend und im Rahmen der kulturellen und ästhetischen Bildung sinnlich und lebensnah vermittelt werden. Folgende Ziele verfolgt die Jugendakademie: • Überblick über die Operngeschichte • Einblick in den Aufführungsprozess • Vorbereitung und Besuch einer Oper • Verständnis für bayerische und europäische Ge- schichte in kulturellem und politischem Zusammenhang am Beispiel der Operngeschichte in München im 17. Jahrhundert Partner: Bayerische Staatsoper, Bayerische Landeskoordinierungsstelle Musik, Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung, Stipendienprogramm TIL „Talent im Land Bayern“ Website: http://www.blkm.de Schülerakademie „Oper Erleben“ Seit dem Schuljahr 2003/04 bietet die Bayerische Staatsoper in Zusammenarbeit mit dem StMBW die Schülerakademie „Oper Erleben“ an. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler ab der 10. Jahrgangsstufe (aus dem S-Bahnbereich München). Ziel der Schülerakademie ist es, einen möglichst umfassenden und fächerübergreifenden Einblick in die Welt der Oper zu vermitteln. Pro Schuljahr werden fünf Werke sowohl Seite 8 Bayerischer Landtag · 17. Wahlperiode Drucksache 17/4917 inhaltlich als auch in ihrem musik- und kulturgeschichtlichen Zusammenhang erarbeitet. Im Mittelpunkt steht dabei auch die eigene künstlerische Umsetzung der Werke. Das Staatstheater Nürnberg soll zukünftig ebenfalls für ein ähnliches Projekt gewonnen werden. Partner: Bayerische Staatsoper, Bayerische Landeskoordinierungsstelle Musik, Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung Website: http://www.bayerische.staatsoper.de Schülerprojekt „Oper.Über.Leben“ Die Bayerische Staatsoper startete in Kooperation mit dem StMBW im Schuljahr 2006/07 an zwei Mittelschulen einen Modellversuch über 2 Jahre mit dem Titel „Oper.Über.Leben“ für die 5. Jahrgangsstufe. „Oper. Über.Leben“ findet inzwischen mehrmals während der Spielzeiten der Bayerischen Staatsoper statt. Dieses Schülerprojekt dient als Ergänzung zum Musikunterricht an Mittelschulen, dessen Ziel es ist, Mittelschülern einen Zugang zu Oper und klassischer Musik zu eröffnen. Ausgewählten Münchner Schulklassen wird ein sich über vier bis sechs Wochen erstreckendes Programm angeboten, dessen Höhepunkt ein Vorstellungsbesuch in der Bayerischen Staatsoper ist. In enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Lehrkräften werden die Schüler mit der Kunst der Oper vertraut gemacht und erleben eine staatliche Institution zum Anfassen. Das Projekt macht Oper für Mittelschüler kreativ, szenisch und musikalisch erlebbar und ermöglicht neue ästhetische und gruppendynamische Erfahrungen . Partner: Bayerische Staatsoper, Bayerische Landeskoordinierungsstelle Musik Website: http://www.bayerische.staatsoper.de Schülerprojekt „Junior-Assistent Ensemble-Leitung“ Die Ausbildung „Junior-Assistent Ensemble-Leitung“ ist ein Angebot für Jugendliche ab 15 Jahren, die Freude an der Musik und deren Vermittlung haben. Ziel des Kurses ist es, die musikpädagogischen Begabungen der Jugendlichen zu fördern und dadurch Impulse für die Wahl eines musikpädagogischen Berufs oder für das ehrenamtliche Engagement in der musikalischen Jugendarbeit in Vereinen und Schulen zu geben. Im Mittelpunkt der Ausbildung steht die Qualifikation , in Schulorchestern, Chören, Big Bands oder Blasmusikorchestern bei Proben und in Konzerten als Chor- oder Orchesterassistenten mitzuwirken. Auch im Rahmen von Ganztagsangeboten können die ausgebildeten Jugendlichen tätig werden und das Angebot zum Singen und Musizieren mit ihren musikalischen Fähigkeiten bereichern. Neben der fachlichen Qualifikation werden das musikalische und soziale Engagement gefördert sowie Selbstständigkeit und Mitverantwortung gestärkt. Partner: Bayerische Musikrat Projekt GmbH, Bayerische Musikakademie Marktoberdorf Website: http://www.musikinbayern.de „Klasse Klassik“ Ziel des Schülerprojekts „Klasse Klassik“ ist es, Be- gegnungen von professionellen Kulturschaffenden mit Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen und damit deren künstlerische Potenziale im Ensemblespiel gezielt zu fördern. In einem Abschlusskonzert musizieren die Jugendlichen Seite an Seite mit den professionellen Musikern des Münchner Rundfunkorchesters und begleiten u. a. jeweils einen namhaften Solisten. Das Projekt wird seit dem Schuljahr 2003/04 in folgender Art und Weise durchgeführt: Ausgewählte bayerische Schulorchester proben und konzertieren gemeinsam mit Mitgliedern des Münchner Rundfunkorchesters. Um die Schulorchester intensiv in der musikalischen Arbeit unterstützen zu können, proben Mitglieder des Münchner Rundfunkorchesters an einem Probenwochenende an der Schule sowie im Rahmen einer 3-tägigen Akademiephase in einer Musikakademie mit den Schulorchestern. Es geht nicht darum, einzelne Schüler zu coachen, sondern komplette Schulensembles in ihrer Arbeit zu unterstützen Partner: Münchner Rundfunkorchester, Bayerische Landeskoordinierungsstelle Musik Website: http://www.br.de „klasse.im.puls“ – Klassenmusizieren „klasse.im.puls“ ist das bundesweit erste Projekt, welches das aktive Musikmachen in den Mittelpunkt des Musikunterrichts in Mittel- und Realschule stellt. Das Projekt wurde durch Prof. Dr. Wolfgang Pfeiffer, Musikpädagogik-Professor an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, gemeinsam mit dem StMBW initiiert. Für die Projektleitung werden derzeit staatliche Musiklehrer im Umfang von 2 Vollzeitkräften an die Universität abgeordnet. In verschiedenen Modellen (Chorklasse, Bandklasse , Bläserklasse, Streicherklasse, Perkussionsklasse , Keyboardklasse, Orchesterklasse) erlernen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Klassenmusizierens ein Instrument oder werden stimmlich geschult . Hierbei wird auch speziell auf die Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund oder aus Familien, in denen das Instrumentalspiel noch nicht zu Hause ist, ein besonderer Wert gelegt, um die soziokulturelle Entwicklung zu fördern. Das Projekt klasse.im.puls kann auch problemlos in schulische Ganztagsangebote integriert werden. Ziel ist es, Mädchen und Jungen auch an Brennpunktschulen durch ein attraktives Angebot in ihrer sozialen, schulischen und persönlichen Entwicklung zu fördern. Schulen, die über 3 Jahre erfolgreich am Projekt teilgenommen haben, werden zertifiziert. Die Feier findet jährlich im StMBW statt. Partner: Friedrich-Alexander Universität ErlangenNürnberg (Lehrstuhl Musikpädagogik) Website: http://www.klasse-im-puls.de „Die musikalische Grundschule“ Die musikalische Grundschule ist ein Projekt, das von der Bertelsmann-Stiftung 2 Jahre zunächst an 40 Grundschulen in Mittelfranken in Kooperation mit dem StMBW durchgeführt wurde. Das Projekt läuft seit dem Schuljahr 2013/14 auch in der Oberpfalz und in Niederbayern . Drucksache 17/4917 Bayerischer Landtag · 17. Wahlperiode Seite 9 In den drei genannten Regierungsbezirken sind derzeit insgesamt 80 Grundschulen beteiligt. Ziel des Projekts ist die Veränderung der Schulkultur durch bewusste Hereinnahme musikalischer Gestaltungsmöglichkeiten in den gesamten Unterricht der Grundschule sowie die Aktivierung aller Lehrkräfte und Eltern für gemeinsame Projekte innerhalb und außerhalb des Unterrichts. Partner: Bertelsmann-Stiftung, Regierungen von Mittelfranken , der Oberpfalz und Niederbayern, FriedrichAlexander -Universität Erlangen-Nürnberg Website: http://www.musikalische-grundschule-bay ern.de Institut „transform“ an der Akademie der Bildenden Künste München „transform“ wurde in Kooperation zwischen dem StMBW und der Akademie der Bildenden Künste München gegründet. „transform“ führt Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Kunstlehrer an bayerischen Schulen durch. Das StMBW unterstützt das Institut durch Teilabordnung einer Gymnasiallehrkraft sowie jährliche finanzielle Bezuschussung. Die Fortbildungseinrichtung nutzt Räume und auch Personal der Akademie der Bildenden Künste München. Die Jahresprogramme werden unmittelbar mit dem zuständigen Referat im StMBW für schulartspezifische und -übergreifende Themen abgestimmt. Im Schuljahr 2013/2014 werden u. a. zu folgenden Themen Lehrerfortbildungsveranstaltungen angeboten: • Grundlagen der Filmgestaltung und Filmanalyse anhand von Beispielen aus der Filmgeschichte • Im „Kraftwerk der Gefühle“ – Bildende Kunst, Theater , Tanz und Oper • Du bist ja eine Marke! Ein Designworkshop rund um die Marke • HD-Formatvielfalt – ein Klärungsversuch • Künstlerische Druckgrafik Siebdruck • Aquarell – Hell-Dunkel, eine Reise in die Dämme- rung • Shiatsu kennenlernen – Das Zeichnen mit erweiter- ter Körperwahrnehmung im Kunstunterricht • Druckgrafik Radierung – die Chemie muss stimmen • Tonrundumschlag – Freies plastisches Gestalten – Keramik Partner: Akademie der Bildenden Künste München Website: http://www.transform-kunst.de Kunstwochen an Grundschulen Mit dem Berufsverband Bildender Künstler Landesver- band Bayern besteht seit Jahren eine enge Zusammenarbeit . In den Regierungsbezirken Niederbayern, Oberpfalz und Oberbayern erhalten Grundschüler und deren Lehrkräfte entweder in Form von Kunstwochen oder durch kontinuierliche Zusammenarbeit mit professionellen Künstlern über einen längeren Zeitraum und in den Unterrichtsalltag eingebunden intensive Zugänge zur Bildenden Kunst. Themen werden gemeinsam mit der jeweiligen Klasse und Lehrkraft ausgewählt. Die Ausführung erfolgt regional unterschiedlich und individuell abgestimmt auf die jeweiligen Klassenstufen und Zusammensetzung der Kinder. Partner: Berufsverband Bildender Künstler Landesverband Bayern Website: http://www.bbk-bayern.de Schülerprojekt „schön.wie schön“ Im April 2012 wurde mit Unterstützung des StMBW der erste bundesweite Kongress zum Thema „Interkultur. Kunstpädagogik“ in Nürnberg veranstaltet. Das bei diesem Kongress erarbeitete „Nürnberg-Paper“ gab den Anstoß für das Projekt „schön.wie schön“, das die kulturell bedingten Kunst- und Schönheitsbegriffe thematisiert . Das Projekt basiert auf der Partnerschaft von Kunststudenten , professionellen Künstlern, die im Berufsverband vertreten sind, und Schulklassen weiterführender Schulen in Bayern. In diesen Partnerschaften werden Fallstudien zu Schönheitsvorstellungen in bestimmten Situationen ausgearbeitet. Die Fallstudien werden ausgewertet, aufbereitet und auf einer Website sowie als Material/ Handreichung für die Kunstvermittlung veröffentlicht. Zudem wird das Projekt durch einen Arbeitskreis, der am ISB eingerichtet wurde, unterstützt. Ziel des gesamten Projekts, das sich über einen Zeitraum von drei Kalenderjahren erstreckt, ist eine Reflexion der kulturell und geografisch bedingten Maßstäbe von Schönheit, die sich ebenso auf die menschliche Gestalt wie auf die natürliche und gestaltete Umwelt beziehen. Partner: Akademie der Bildenden Künste München, Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, Berufsverband Bildender Künstler Landesverband Bayern, Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung Die Grundschule mit künstlerisch-kulturellem Schwer- punkt Mit der Grundschule Haidenhof in Passau wird im Schuljahr 2013/14 und 2014/15 ein Projekt erprobt, das ab der zweiten Hälfte des Schuljahrs auf alle Regierungsbezirke (geplant 1 Grundschule pro Bezirk) ausgeweitet werden soll. Aus den Erfahrungen mit den „Kunstwochen“ an Grundschulen (s. o.) konkretisierte sich eine Form der langfristigen Zusammenarbeit mit Künstlern. Bei diesem Projekt geht es verstärkt um Bezüge zum jeweiligen Lehrplan und die Verbindungen, die mit Kunst fächerübergreifend hergestellt werden können. Für alle Fächer der Grundschule lassen sich mit Mitteln der Bildenden Kunst verschiedenste Inhalte darstellen und für die Kinder besser begreifbar machen. Wenn beispielsweise die Kinder mit Grafit und Papier auf Entdeckungsreise in ihrem Schulhof gehen, dabei geeignete Objekte „durchreiben“, auf diese Art ihre Wahrnehmung schulen, die Objekte als biologische , geografische, historische Besonderheiten erklärt bekommen und zum Abschluss der Unterrichtseinheit das nahe gelegene Grafitwerk besuchen, erhalten sie einen prägenden Einblick in ihre persönliche Umwelt und deren Geschichte. Der Modellversuch wird durch einen Arbeitskreis am ISB unterstützt. Die Universität Regensburg wird Partner der wissenschaftlichen Begleitung. Partner: Bayerische Jugendkunstschulen, Berufsverband Bildender Künstler Landesverband Bayern, Uni- Seite 10 Bayerischer Landtag · 17. Wahlperiode Drucksache 17/4917 versität Regensburg, Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung Jugendkunstschulen Die 35 im Landesverband der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen Bayern e.V. organisierten Schulen sind seit 2013 dem StMBW zugeordnet . Ein eigener Haushaltstitel wurde für die Finanzierung geschaffen. Für die kommenden Jahre wurde vereinbart, vor allem die Grundschulen mit künstlerisch-kulturellem Schwerpunkt zu unterstützen. Außerdem sollen für die „Kulturtage Bayerischer Schulen“ für Kinder und Jugendliche künstlerische Angebote und Mitmachaktionen seitens der Jugendkunstschulen erarbeitet und bereits ab 2014 angeboten werden. Dazu werden die Jugendkunstschulen im Vorfeld ihrer Jahresaktionen „Bayerischer Jugendkunstschultag“ auch gezielt Lehrer fortbildung anbieten. Partner: Landesverband der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen Bayern e.V. Website: http://www.ljke-bayern.de Landesarbeitsgemeinschaft Architektur und Schule Die Landesarbeitsgemeinschaft Architektur und Schu- le hat sich nach dem offiziellen Startschuss durch ein Kooperationsabkommen zwischen dem StMBW und der Bayerischen Architektenkammer im Jahre 2007 gegründet. Seitdem wurden zahlreiche Lehrerfortbildungen aller Schularten durchgeführt. Themen waren u. a. Licht und Raum, Textile Architektur , Jugend macht Stadt, Schule als Ort der Integration , Das Modell in der Architektur, Bauen mit Bambus , Fortbildung zum Wettbewerb „Architektur auf dem Bierfilzl“, Aus der Fläche in den Raum, CAD, etc. Auch in den Schuljahren 2013/14 sowie 2014/15 bietet die LAG Architektur und Schule wieder ein breites Spektrum an Fortbildungsmodulen zum Thema Architektur an. Außerschulische Experten sowie professionelle Fachreferenten vermitteln an bayerischen Schulen das Unterrichtsthema „gebaute Umwelt“ sowohl in seinen theoretischen Grundlagen als auch in seinen praktischen Handlungsfeldern. Partner: Bayerische Architektenkammer Website: http://www.architektur-und-schule.org Schülerprojekt „Architektur auf dem Bierfilzl“ Dieses Projekt war ein Beitrag der LAG Architektur und Schule zum Internationalen Symposium zur Architektur - und Baukulturvermittlung “get involved II best practice“ der Initiative Baukulturvermittlung auf der Architekturbiennale 2014 in Venedig. Ziel war es, dass sich Schülerinnen und Schüler von Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien im Rahmen des Unterrichts und außerhalb der Schule mit ihrer „gebauten Umwelt“ auseinandersetzen. Sie wurden angehalten, reale städtebauliche Situationen in ihrem direkten Lebensumfeld zu reflektieren und mit einem architektonischen Entwurf am Ort und für den Ort Stellung zu nehmen. Durch die Teilnahme von Schulen in ganz Bayern entstand einerseits ein repräsentativer Eindruck davon , wie Schülerinnen und Schüler sich architekto- nisch mit ihrem Ort auseinandersetzen, andererseits wurden regionale Besonderheiten und Sichtweisen erlebbar. Das Medium Bierfilzl stellte den prägnanten Bezug zu Bayern her, die Schülerarbeiten zeigten eine differenzierte Auseinandersetzung mit Stadträumen in Bayern. Von einer Jury ausgewählte Arbeiten aus allen Regionen Bayerns wurden im Rahmen einer Ausstellung beim Symposium “get involved II best practice“ auf der Biennale in Venedig 2014 präsentiert. Mehr als 5.000 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich an diesem Wettbewerb. Es ist geplant, für die nächste Architekturbiennale einen ähnlichen Wettbewerb durchzuführen. Partner: Bayerische Architektenkammer, Landesarbeitsgemeinschaft Architektur und Schule Website: http://www.architektur-und-schule.org ArchitekturSchulBus Am 22.04.2013 konnte zusammen mit dem Präsiden- ten der Bayerischen Architektenkammer Lutz Heese vor dem Bayerischen Kultusministerium der offizielle Startschuss für den „ArchitekturSchulBus“ gegeben werden. Der „ArchitekturSchulBus“ ist eine Initiative der Landesarbeitsgemeinschaft Architektur und Schule, in der sich Lehrkräfte aller Schularten sowie Architektinnen und Architekten zusammengeschlossen haben. Die Landesarbeitsgemeinschaft will mit dem „ArchitekturSchulBus “ den bayerischen Schülerinnen und Schülern einen fächerübergreifenden Zugang zum Thema Architektur ermöglichen. Der Bus ist mit ausgewählten Baumaterialien ausgestattet, die für Projekte an den Schulen genutzt werden können. Statische, gestalterische und ästhetische Phänomene des Bauens werden so für die jungen Menschen begreifbar und sie können durch eigene Erfahrungen ein Bewusstsein für Bauqualität entwickeln. Der „ArchitekturSchulBus“ wird durch das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (bisher mit über 30.000 Euro) und die Bayerische Architektenkammer unterstützt und tourt seit dem offiziellen Startschuss mit großem Erfolg durch ganz Bayern. Damit ist es möglich, die Fortbildungen der LAG Architektur und Schule bayernweit durchzuführen und Schulen bei der Durchführung von außerunterrichtlichen Architekturprojekten zu unterstützen. Partner: Bayerische Architektenkammer, Landesarbeitsgemeinschaft Architektur und Schule Website: http://www.architektur-und-schule.org Landesarbeitsgemeinschaft Theater und Film e.V. Die LAG bietet in unterschiedlichen Formaten (in Zu- sammenarbeit mit professionellen und semiprofessionellen Theatern, mit der Theaterakademie, mit der ALP) vor allem praxisbezogene Fortbildungen an. Einmal im Jahr treffen sich alle Multiplikatoren an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen, um Jahresschwerpunkte der Fortbildungen im Dialog mit dem StMBW festzulegen. Partner: Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen, Akademie für Schultheater und Theaterpädagogik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Drucksache 17/4917 Bayerischer Landtag · 17. Wahlperiode Seite 11 Website: http://www.lagds-bayern.de Akademie für Schultheater und Theaterpädagogik Die Akademie für Schultheater und Theaterpädagogik ist ein Gemeinschaftsprojekt der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, der Stadt Nürnberg sowie der StMBW. Organisatorisch ist die Akademie am Institut für Pädagogik der FAU verankert. Zentrale Tätigkeitsfelder der Akademie für Schultheater und Theaterpädagogik sind Fort- und Weiterbildungen sowie Praxisforschung im Bereich des Schultheaters . Die Besonderheit der Akademie gegenüber anderen theaterpädagogischen Einrichtungen liegt dabei in der engen Verbindung von Theorie und Praxis sowie dem damit verbundenen produktiven Austausch von Pädagogen, Wissenschaftlern und Künstlern, der es erlaubt, laufend neue Erkenntnisse in das jeweils aktuelle Kurs- und Veranstaltungsangebot einfließen zu lassen. Partner: Friedrich-Alexander-Universität ErlangenNürnberg , Stadt Nürnberg Website: http://www.schultheater-akademie.de Theatertage bayerischer Schulen Die Theatertage der Mittelschulen, Realschulen, Gym- nasien und der Beruflichen Oberschulen blicken in Bayern auf eine mehr als 50-jährige Tradition zurück. Die Theatertage der Gymnasien sind das älteste und profilierteste diesbezügliche Festival in der Bundesrepublik . Die Theatertage an den Beruflichen Oberschulen sind das jüngste Festival in dieser Reihe. Sie fanden 2014 zum zweiten Mal statt. Zentraler Bestandteil der Theatertage ist die Begegnung und der Erfahrungsaustausch unterschiedlicher Theatergruppen. Auf gemeinsamen Festivals zeigen Schultheatergruppen ihre Inszenierungen und erhalten die Möglichkeit, sich darüber mit Gleichgesinnten und Profis über die Theaterarbeit auszutauschen. Die mehrtägigen Theaterfestivals bieten eine Plattform, um die Schultheaterproduktion über die Schulgrenzen hinaus einem größeren Publikum vorzustellen. Die Veranstaltung ist dabei nicht als Wettbewerb anzusehen . Vielmehr stehen der Festivalcharakter, der gemeinsame Erfahrungsaustausch und die Reflexion der Stücke im Vordergrund. Die große Breitenwirkung der Theatertage und des Theaterspielens an allen bayerischen Schulen zeigt sich auch in prominenter Schirmherrschaft. Bei den 29. Theatertagen der bayerischen Realschulen übernahm der Schauspieler und Kabarettist Christoph Süß die Schirmherrschaft. Mit den Worten „Authentizität im Theater ist, dass man so gut spielt, dass man es selber glaubt“ definierte er seine Auffassung von gutem Theaterspiel bei der Eröffnungsfeier. Partner: Landesverband Theater am Gymnasium in Bayern e.V., Landesarbeitsgemeinschaft Theater und Film, Drehort Schule e.V. Website: http://www.tag-bayern.de TUSCH - Theater und Schule TUSCH ist ein gemeinsames Projekt des StMBW und der Landeshauptstadt München. Bis zu 10 Schulen werden dabei zwei Jahre lang jeweils mit einem professionellen Theater verbunden. Die Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat und der Landeshauptstadt München ist vertraglich geregelt. Künstler und Theaterschaffende lassen sich auf eine zweijährige, kontinuierliche Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern und mit den Lehrkräften ihrer Partnerschulen ein. Die unterschiedlichsten Altersstufen und Schularten sind in den Kooperationen vertreten. Die Schülerinnen und Schüler lernen die Theater und ihre Produktionen kennen und gestalten gemeinsam öffentliche Aufführungen, Performances, Lesungen und Ausstellungen. Einmal im Jahr werden die Arbeitsergebnisse dieser vielversprechenden Partnerschaften öffentlich vorgestellt: sie zeigen, wie fruchtbar die Zusammenarbeit von Schule, Kunst und Kultur für alle Beteiligten sein kann. Partner: Landeshauptstadt München Website: http://www.tusch-muenchen.de Theatergymnasium Das Pirckheimer-Gymnasium in Nürnberg widmet sich seit Jahren intensiv der Theaterarbeit. Das Gymnasium liegt in der Nürnberger Südstadt und damit auch in einem sozial und kulturell eher schwierigen Umfeld. Die Schule hat die Theaterarbeit als festen Bestandteil sowohl im gebundenen Ganztag wie auch im regulären Klassenunterricht verankert. Die Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Staatstheater und dem GostnerHof -Theater professionalisiert Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler gleichermaßen. Das Modell „Ganz Theater“ am Pirckheimer-Gymnasium beruht auf zwei Säulen: • Theater spielen: Von der 5. bis zur 12. Jahrgangsstufe haben Schü- lerinnen und Schüler die Möglichkeit, qualifizierten Unterricht im Fach Theater zu besuchen und aktiv an Theaterprojekten teilzunehmen. Im Bereich des gebundenen Ganztagsprogramms sind zwei Wochenstunden Theater als Pflichtunterricht fest in den Stundenplan integriert. • Theater schauen: In den Jahrgangsstufen 8 bis 12 ist ein Theaterbe- such im Jahr verpflichtend. Der Theaterbesuch wird in den Fachunterricht Deutsch integriert und in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern vor- bzw. nachbereitet. Die Eintrittskarten erhalten die Schülerinnen und Schüler zu einem verbilligten Preis, außerdem werden diese zusätzlich durch Sponsorengelder bezuschusst. Das Theaterspielen in allen Jahrgangsstufen fördert nicht nur die Sozial- und Medienkompetenz der Schüler , sondern ist auch als Mittel der Sprachförderung (für Schüler mit Migrationshintergrund) zu verstehen. Der Austausch über ästhetische Fragestellungen erweitert den Wortschatz und die Ausdrucks- und die Reflexionsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen. Die Fähigkeit, abstrakte Vorgänge zu verbalisieren, wird gefördert. Durch die Nachhaltigkeit des Projekts ergibt sich auch stärker als bisher die Möglichkeit, auf den Vorerfahrungen der Schülerinnen und Schüler aufzubauen und konsekutive Modelle des Theaterunterrichts einzuführen . Da der Theaterunterricht im Klassenverband stattfindet , hat man die Möglichkeit, eine gleichbleibende Seite 12 Bayerischer Landtag · 17. Wahlperiode Drucksache 17/4917 Gruppe über mehrere Jahre hinweg zu begleiten. Hier liegt auch der Vorteil gegenüber den Wahlkursen bzw. den Theaterklassen, die sich nicht über einen derartig langen Zeitraum erstrecken. Am 12. November 2013 fand die offizielle Unterzeichnung des Kooperationsvertrages, der das Projekt „Ganz Theater“ besiegelt, am Pirckheimer-Gymnasium Nürnberg statt. Das Gymnasium trägt jetzt den ergänzenden Titel „Pilotschule für theatrale Bildung“. Partner: Pirckheimer-Gymnasium Nürnberg Website: http://www.pirckheimer-gymnasium.de Filmlehrer-Ausbildung Der Verein „Drehort Schule e.V.“ hat sich nach der ers- ten Lehrerfortbildungsreihe „Weiterbildung zum Filmlehrer “ im Jahr 2006 gegründet. Der Verein macht es sich zur Aufgabe, zu vernetzen, Fortbildungen anzubieten und Schulen eine Plattform für Filmarbeit zu bieten. In Zusammenarbeit mit der LAG Theater und Film werden die Filmtage bayerischer Schulen ausgerichtet. Seit 2006 werden an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen jeweils vierwöchige Kurse zur Ausbildung von zertifizierten Filmlehrerinnen und -lehrern in Zusammenarbeit mit Drehort Schule e.V. durchgeführt. Diese Lehrkräfte stehen für regionale und überregionale Fortbildungen zur aktiven Filmarbeit in der Schule zur Verfügung. Partner: Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen, Drehort Schule e.V., Landesarbeitsgemeinschaft Theater und Film Website: http://www.alp.dillingen.de Schulkinowoche Ziel dieses Projektes, das seit 2008 im Auftrag des StMBW sowie einer Projektgruppe des ISB durchgeführt wird, ist es, auf vielfältige Art und Weise eine kritische und bewusste Auseinandersetzung mit dem Medium Film als Kultur- und Bildungsgut anzuregen. Im Fokus steht die nachhaltige Förderung der Filmund Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Hierzu öffnen derzeit über 100 Filmtheater überall in Bayern in Vormittagsveranstaltungen ihre Kinosäle exklusiv für schulische Bildungszwecke. Schulklassen besuchen die Vorführungen zum ermäßigten Eintrittspreis. Begleitende Lehrkräfte erhalten freien Eintritt. Geboten wird ein lehrplanrelevantes Filmprogramm aus pädagogisch und künstlerisch wertvollen Filmen für alle Schulformen und Jahrgangsstufen. Das Filmprogramm ist speziell auf den Einsatz im Unterricht abgestimmt und umfasst Literaturverfilmungen, Dokumentarfilme , Filmklassiker und aktuelle Spielfilme – z. T. auch im fremdsprachlichen Original. In Kinoseminaren gehen Medienpädagogen, Filmemacher , Schauspieler und Experten mit Schülerinnen und Schülern auf cineastische Entdeckungsreisen: filmische Inhalte werden diskutiert, Wirkungsweisen hinterfragt und ästhetische Gestaltungsmittel reflektiert. Zur Vor- und Nachbereitung des Kinobesuchs im Unterricht werden Lehrkräften zu allen Filmen didaktisch aufbereitete Begleitmaterialien kostenfrei zur Verfügung gestellt. Zusätzlich werden im Vorfeld der SchulKinoWoche einschlägige Lehrerfortbildungen von Filmexperten angeboten. Im Zentrum steht die Vermittlung methodisch-didaktischer Impulse, die im Unterricht kompetentes Filmsehen und Filmverstehen entwickeln helfen. Partner: Vision Kino gGmbh, Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung Website: http://www.schulkinowoche-bayern.de Schulfilmtage Die bayerischen Schulfilmtage sind ein bereits seit 35 Jahren bestehendes Festival, auf dem Filme von Schülergruppen aller Schularten gezeigt werden. Jährlich werden 50–100 Filme eingereicht und von einer Jury beurteilt. Etwa 25 Filme kommen ins Hauptprogramm und können einen Förderpreis gewinnen. In unterschiedlichen Workshops erarbeiten Schülergruppen gemeinsam mit den betreuenden Lehrkräften Beiträge für das Festival, diskutieren über Qualitätsmaßstäbe der eingereichten Arbeiten und lernen in schulartübergreifenden Gruppen voneinander. Partner: Landesarbeitsgemeinschaft Theater und Film an den bayerischen Schulen e.V., Drehort Schule e.V. Website: http://www.filmtage-bayerischer-schulen.de Schultanzprojekte mit Alan Brooks Alan Brooks ist als freiberuflicher Tänzer, Choreograph und Projektleiter mit Arbeiten in München, London und Frankreich tätig. Er war lange Jahre Mitglied des Staatstheaters am Gärtnerplatz und hat seit Jahren Erfahrung mit Tanzprojekten für Schüler und Jugendliche . So hat er bereits mehrfach erfolgreiche Projekte mit Kindern aus ausgewählten Münchner Stadtvierteln durchgeführt (Hasenbergl, Neuperlach) und dabei ähnliche Effekte erzielt wie die Berliner Initiative „Rhythm is it!“ mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle. In seiner Zeit am Staatstheater hat er auch ein gemeinsames Tanzprojekt mit dem Balletttheater München und dem Pestalozzi-Gymnasium München erfolgreich durchgeführt. Das Projekt „Schultanz in Bayern“ sieht die Durchführung von Tanzprojekten vor allem mit Mittel- und Realschulen vor. Dazu gehören • Unterrichtseinheiten im Rahmen des regulären Vormittagsunterrichts, von offenen Ganztagsangeboten , von Wahlunterricht am Nachmittag oder • jeweils eine Abschlussveranstaltung. Die Tanzprojekte an bayerischen Schulen werden an der Universität Augsburg koordiniert. Partner: Alan Brooks, Universität Augsburg Bayerische Museumsakademie Die Bayerische Museumsakademie wurde in Koope- ration mit dem Museumspädagogischen Zentrum München, dem Institut für Bayerische Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Landesstelle der nichtstaatlichen Museen in Bayern gegründet. Die Leitung hat StD Dr. Rainer Wenrich inne, der auch am Lehrstuhl für Kunstpädagogik der Universität Augsburg beschäftigt ist und Ausbildungsmodule für Lehramtsstudierende Kunst gemeinsam mit der Museumsakademie entwickelt hat. Das Modell ist insofern bundesweit einmalig, als erstmals museumspädagogi- Drucksache 17/4917 Bayerischer Landtag · 17. Wahlperiode Seite 13 sche Elemente in ein Lehramtsstudium bewertet einfließen können. Das Fortbildungskonzept der Akademie wurde mit dem StMBW von Anfang an eng abgestimmt. Themen und Inhalte werden für Lehrkräfte so aufbereitet, dass sie unmittelbar für die Praxis umsetzbar sind. Die Bayerische Museumsakademie dehnt ihre Aktivitäten derzeit auch auf Franken aus. Geplant ist ein Fortbildungszentrum in Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth und der Universität Würzburg. Partner: Museumspädagogisches Zentrum München Website: http://www.bayerische-museumsakademie. de Schülerprojekt PIN.X (Schirmherrschaft: Staatsminister für Bildung und Kul- tus, Wissenschaft und Kunst) Das Projekt „PIN.X“ hat es sich zum Ziel gesetzt, Kin- dern und Jugendlichen ab 10 Jahren und aus unterschiedlichen Schularten, die Sammlungen der Pinakothek der Moderne näherzubringen und damit das Museum als Lehr-, Lern-, Erlebnis- und Erfahrungsraum kennenzulernen. Die ersten beiden Vermittlungsangebote des Projekts „PIN.X“ wurden in einer Pilotphase mit Klassen aus Münchner Mittelschulen und Gymnasien erprobt und hatten unterschiedliche Inhalte: Das Projekt „Sitzmöbel im Design – ihre Gestaltung, Materialien und Herstellungstechniken“ in der Neuen Sammlung fokussierte eine theorie- und praxisorientierte Auseinandersetzung mit Sitzmöbeldesign-Ikonen und diente dabei gleichzeitig als Vorbereitung auf die an den Mittelschulen eingeführte Technikprüfung. „Kunst – Spiegel der Welt – Projekt in der Pinakothek der Moderne“ ermöglicht Schülerinnen und Schülern von Mittelschulen und Gymnasien Projekttage in der Sammlung Moderne Kunst und eröffnete ihnen dabei variantenreiche Zugänge zu unterschiedlichen Themen der Bilderschließung. Dabei standen neben der Auseinandersetzung mit gesellschaftsrelevanten Themen vor allem Methoden der Recherche, Werkanalyse und Präsentation vor der Gruppe im Mittelpunkt. Weitere Vermittlungsprojekte, die vor allem auch den Einsatz von digitalen Medien bei der Konzeption und Umsetzung beinhalten, befinden sich bereits in einer Erprobungsphase. In einem weiteren Schritt der Projektphase werden Schulen aus verschiedenen Regierungsbezirken Bayerns in das Vorhaben miteinbezogen . „Bilder drehen – Bilder verstehen“ startete im Schuljahr 2012/2013. Es ermöglichte Jugendlichen einer Mittelschule und zweier Gymnasien eine intensive filmische Auseinandersetzung mit ausgewählten Werken aus der Pinakothek der Moderne. In dem Kooperationsprojekt entstanden Kurzfilme, in denen kleine Geschichten rund um das ausgewählte Kunstwerk erzählt werden. Partner: Stiftung Pinakothek der Moderne, Palais Pinakothek , PIN – Freunde der Pinakothek der Moderne , Museumspädagogisches Zentrum München Website: http://www.pin-freunde.de/education/pinx/ Sprachlernen im Museum für Kinder in „Ü-Klassen“ Für Kinder aus Übergangsklassen bietet das Museums pädagogische Zentrum München seit Jahren speziell auf deren Sprachkenntnisse abgestimmte, kostenlose Führungen in Münchner Museen an. Inhaltlich sind die meisten Führungen so gestaltet, dass die verschiedenen Altersgruppen angesprochen werden können. Die Anzahl der vorgestellten Exponate wird bewusst gering gehalten, um Inhalte wiederholen und vertiefen zu können. Materialien wie Wortkarten , Bildkarten, Gegenstände, Suchaufträge etc. leiten zur genauen Betrachtung an. Der sinntragende Wortschatz wird zum Teil im Voraus an die Lehrkräfte weitergegeben , um ein gezieltes Gespräch sicherzustellen (z. B. Benennung von Pflanzenteilen). Die Schüler werden bewusst zu eigenen Äußerungen aufgefordert. Die Inhalte der Führungen orientieren sich am Lehrplan der Grundschule bzw. Mittelschule. Im Anschluss an die Führung im Museum wird eine praktische Arbeit angeboten. Themen sind beispielsweise „München – unsere Stadt (Stadtmuseum)“, „Spiele aus aller Welt (Völkerkundemuseum )“, „Banane, Schokolade und Paprika (Botanischer Garten)“, „Die Welt der Farben (Museum Brandhorst)“ und vieles mehr. Zudem werden die Fahrtkosten der Klassen nach München, eine Führung aus dem Angebot für Ü-Klassen in einem Münchner Museum und ein Stadtrundgang durch München oder eine zweite Führung in einem Museum übernommen. Partner: Museumspädagogisches Zentrum München Website: http://www.mpz.bayern.de Museumspädagogische Schülerprojekte zum Thema „Migration“ In verschiedenen Veranstaltungen der Bayerischen Museumsakademie wird der zentralen Frage nachgegangen , wie differenzierte Methoden der Kunst- und Kulturvermittlung für Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungshintergrund entwickelt und in unterschiedlichen Museen eingesetzt werden können. Dabei werden neben konzeptionellen Überlegungen und empirischen Befunden aus aktuellen Forschungsprojekten auch beispielhafte Vermittlungsformen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz präsentiert. Zusätzlich gibt das Museumspädagogische Zentrum München einen praxisorientierten Einblick in ausgewählte Museen in München. Partner: Museumspädagogisches Zentrum München Website: http://www.mpz.bayern.de Bayerische Denkmalakademie Mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege wurde 2013 vereinbart, das Archiv des Landesamts im ehemaligen Kloster Thierhaupten für die „Bayerische Denkmalakademie“ mit zu nutzen. Die Akademie soll die nächsten Jahre vor allem für Schüler aus Mittelschulen Berufsorientierung vermitteln. Dazu stellt die Akademie ihre umfangreichen Exponate (Baukultur aus 500 Jahren in Bayern), ihre Werkstätten und Denkmalpfleger zur Verfügung. Das Museumspädagogische Zentrum München hat bereits eine Lehrkraft zur konzeptionellen und logistischen Unterstützung der Kooperation und zur Erstellung der Jahresprogramme an die Akademie teilabgeordnet. Außerdem wird die Bayerische Denkmalakademie Seite 14 Bayerischer Landtag · 17. Wahlperiode Drucksache 17/4917 Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich der Denkmalpflege für bayerische Lehrkräfte und Projekte für Schüler unterschiedlicher Schularten anbieten. In der Akademie sollen zudem Veranstaltungen für und mit Lehramtsstudenten der Universitäten in München und der Universität Augsburg (u. a. der Fächer Geschichte, Kunstpädagogik) durchgeführt werden. Partner: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Museumspädagogisches Zentrum München, Bayerische Museumsakademie Deutsche Stiftung Denkmalschutz Das StMBW und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz haben seit dem Schuljahr 2013/14 eine Zusammenarbeit im Rahmen von „denkmal aktiv“ vereinbart. Die Arbeiten zur Ausgestaltung und Begleitung des Themenfeldes „Denkmal und Museum“ erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der Bayerischen Museumsakademie. Mit etwa 1.400 Museen ist Bayern das museumsreichste Bundesland. Die Dichte und Vielfalt an staatlichen , kommunalen und privaten Museen und Ausstellungseinrichtungen macht dabei auch die intensive Auseinandersetzung mit Museumsbauten als Denkmälern der Architektur aus vergangenen Epochen zu einem wichtigen Bestandteil der Vermittlung von kultureller Bildung in Bayern. Die Verbindungen zwischen Museen und dem Schutz bzw. dem Erhalt des kulturellen Erbes sind hierbei vielschichtig: Insbesondere Museen im ländlichen Raum sind wesentliche Akteure für die Weitergabe und Vermittlung des kulturellen Erbes an ihren jeweiligen Standorten. Industriemuseen erklären und erschließen die kulturellen Wurzeln und branchenspezifischen Ausprägungen in bestimmten Regionen. Besonders die historischen Bauten von Museen können dabei als „Schlüsselorte unserer Zeit“ dienen. Viele Museumsgebäude stehen unter Denkmalschutz – nicht selten sichert die Nutzung dieser Bauwerke als Museen ihren Erhalt. Im Einzelnen bieten sich zum Beispiel folgende Fragestellungen an: • Welche Rolle spielt der historische Baubestand eines Museums und sein Status als Baudenkmal in einer bestimmten Region? Welche Inhalte, welche Zielgruppen, welche Ausstellungsformate stehen im Vordergrund? • Inwieweit existieren Angebote für Schüler und Jugendliche , die sowohl das Museum als Baudenkmal als auch die Sammlung berücksichtigen? • Wie werden die Informationen über das Museum als Baudenkmal methodisch und didaktisch aufbereitet ? Finden hierbei Kooperationen mit Schulen aus der Region statt? • Welche Formen der Auseinandersetzung mit dem Baudenkmal finden statt? Welche Medien (z. B. Nutzung von analogen und digitalen Medien) werden eingesetzt? In Anlehnung an vorgenannte Fragestellungen formulieren interessierte Schulen im Rahmen der Bewerbung ein Thema und legen darüber hinaus Projektziele fest, die im Verlauf des Projekts umgesetzt werden sollen. Die Planung und Umsetzung der Arbeiten sollen gemeinschaftlich durch Schulteams und Experten aus der Museumslandschaft erfolgen. In dem Themenfeld „Denkmal und Museum“ ist die Zusammenarbeit mit bis zu sieben Schulen aus Bayern vorgesehen. Partner: Deutsche Stiftung Denkmalschutz Website: http://www.denkmalschutz.de Schülerprojekt „Erlebnis und Denkmal“ Denkmale sind mehr als ein König auf einem Sockel, Denkmale sind vor allem Bauwerke, die Geschichten erzählen. Damit diese Geschichten auch gehört werden , unterstützt die Bayerische Architektenkammer gemeinsam mit dem StMBW das Projekt „Erlebnis Denkmal“, das 2006 von dem Architekten Wolfgang Weise ins Leben gerufen wurde. An zahlreichen Grundschulen sowie auch an weiterführenden Schulen in ganz Bayern wurden seither – unterstützt von Architekten, Innenarchitekten und Landschaftsarchitekten – unterschiedliche Denkmale von Schülerinnen und Schülern untersucht. Das Unterrichtsprojekt „Erlebnis Denkmal“ hat zum Ziel, Kindern und Jugendlichen das Thema Denkmalschutz in Form von konkreten Projektarbeiten im Schulunterricht näherzubringen und ihr Interesse für Baudenkmale zu wecken. Dabei begleitet jeweils ein Architekt die teilnehmende Klasse, der von der Bayerischen Architektenkammer honoriert wird. Neugierde, Fantasie und Bewegungsdrang werden in den Lernprozess integriert. Bei Exkursionen und in Lernzirkeln lernen die Kinder und Jugendlichen, ihren Blick auf Gebäude zu richten, die für Heimat und Identität stehen . Sie setzen sich mit Baukultur und Denkmalschutz im Allgemeinen auseinander und untersuchen jeweils ein Denkmal aus dem Einzugsbereich der Schule. Das Projekt kann an einem Projekttag oder in mehreren Schulstunden durchgeführt werden. Fächerübergreifend fordert und fördert die Auseinandersetzung mit der eigenen baulichen Vergangenheit sowohl die kognitiven als auch die handwerklichen Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler. Einen Überblick über das Projekt und die unterschiedlichen Möglichkeiten, es in Schulen umzusetzen , gibt die 324 Seiten umfassende, 2010 erschienene Handreichung „Erlebnis Denkmal – Projekte zur Denkmalpflege an bayerischen Schulen“, die jeder bayerischen Grundschule zur Verfügung gestellt wurde und im Buchhandel erhältlich ist. Partner: Bayerische Architektenkammer Website: http://www.byak.de Koordinierungsstelle des Bayerischen Rundfunks Der Bayerische Rundfunk nimmt seit einigen Jahren seinen Bildungsauftrag ergänzend wahr durch ein breites Angebot an Lehrerfortbildungen, Schulkooperationen , Schülerworkshops und Bildungspartnerschaften. Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst unterstützt diese Initiativen sowohl finanziell als auch durch die Teilabordnung einer Lehrkraft an den Bayerischen Rundfunk. Die Koordinierungsstelle stimmt die Zusammenarbeit zwischen dem BR und dem StMBW in den Bereichen Medienbildung und Lehrerfortbildung ab. Sie steht unter der Verantwortung des BR. Die Koordinierungsstelle erfüllt insbesondere folgende Aufgaben: Drucksache 17/4917 Bayerischer Landtag · 17. Wahlperiode Seite 15 • Erstellung von Konzepten für die medienpädagogische Fort- und Weiterbildung für Lehrkräfte aller Schularten • Initiierung und Durchführung von Schulkooperationen und Kooperationen mit weiteren Bildungseinrichtungen • Koordination der verschiedenen Bildungsangebote im BR • Teilnahme an Arbeitssitzungen und Projekten des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst zur Medienbildung • Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst bei der Erschließung und Bereitstellung von Bildungsmedien des BR für die Schulen unter Beachtung der urheberrechtlichen Grundsätze • Abstimmung der Fortbildungs- und Qualifizierungsangebote mit den zuständigen Fachreferaten am Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus , Wissenschaft und Kunst Partner: Bayerischer Rundfunk Website: http://www.br.de Landesarbeitsgemeinschaft Neue Medien e.V. Die Landesarbeitsgemeinschaft Neue Medien e.V. konstituierte sich aus der Jury für die Vorbereitung und Durchführung des „crossmedia-Wettbewerbs“, der seit 14 Jahren veranstaltet wird. Die LAG Neue Medien e.V. organisiert Foren für Schülerinnen und Schüler (z. B. Landesfestival Neue Medien) und bietet schulartübergreifende Lehrerfortbildungen an. Partner: Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen, Bayerische Musikakademie Alteglofsheim Website: http://www.lag.crossmedia-festival.de Wettbewerb „crossmedia“ „crossmedia“ ist ein Kreativwettbewerb für alle bayeri- schen Schülerinnen und Schüler. Der Wettbewerb wird veranstaltet von der LAG Neue Medien e.V. und den Landesbeauftragten für den Computereinsatz im Unterricht der Fächer Kunst, Musik und Deutsch, gefördert und beauftragt durch die Stiftung art.131. Engster Kooperationspartner und Sponsor ist die LBS Bayern. Hier findet eine Spitzenförderung digitalgestalterischen Schaffens an bayerischen Schulen statt. Ziel ist es, digitale Werkzeuge als selbstverständliche Medien in den Unterricht zu integrieren und die eigenständige Produktivität und Kreativität der Schülerinnen und Schüler mit neuen Lernformen anzuregen und zu unterstützen . Partner: Landesbausparkasse Bayern, Landesarbeitsgemeinschaft Neue Medien e.V., Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen Website: http://www.crossmedia-festival.de Wettbewerb „Earsinn“ „Earsinn“ ist ein Beispiel für einen Wettbewerb, der vom StMBW gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk bereits vor mehr als 10 Jahren entwickelt wurde . Ziel des Wettbewerbs ist die Sensibilisierung von Grundschülern für ihre akustische Umwelt. Hierzu werden mit unterschiedlichen Jahresthemen („Wie klingt meine Stadt?“ „Erzählt mal von der Zukunft !“ „Wo ich zu Hause bin“) kurze Hörbilder erstellt, die prämiert werden und auf der Homepage des BR zur Verfügung stehen. Der BR hat zur Verbreitung des Wettbewerbes sog. Hörtonnen produziert, die bei den Sparkassen in Bayern als Wanderausstellung die besten Beiträge hörbar machen. Die bayerische Sparkassenstiftung war viele Jahre Hauptpartner des Wettbewerbs. Dieser wird nun von der Stiftung „Zuhören“ der Rundfunkanstalten der ARD selbst getragen. Partner: Stiftung Zuhören, Bayerischer Rundfunk Website: http://www.br.de Klassik-Offensive von Bayern Klassik Das StMBW beteiligt sich zurzeit an der Erarbeitung eines neuen Portals zur Förderung von (klassischer) Musik für Kinder und Jugendliche. Der BR wird hierzu den Abteilungsleiter von Bayern Klassik sowie Mitglieder der Hörfunkdirektion als Mitarbeiter in die gemeinsame Arbeitsgruppe entsenden. Die Koordinierungsstelle des Bayerischen Rundfunks ist ebenfalls eingebunden. Partner: Bayerischer Rundfunk Website: http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html Senderförderung der BLM Bei den bisherigen Besprechungen mit der BLM wurde eine dauerhafte Arbeitsgruppe gegründet, die sich in Zukunft mit der Idee einer stärkeren Einbeziehung von Programmangeboten mit und für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund kümmern wird. Geplant sind insbesondere Programme mit lokalen Bezügen zur Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen, medienpädagogische Praxisangebote wie Coaching der Kinder und Jugendlichen für die Erstellung eigener Sendungen und strukturelle Entwicklung der einzelnen Arbeitsbereiche der BLM durch stundenweise Abordnung einer Lehrkraft aus dem Volksschulbereich (analog der Koordinierungsstelle des Bayerischen Rundfunks). Partner: Bayerische Landeszentrale für Neue Medien Website: www.blm.de VBW-Festivalorchester (Schirmherrschaft: Staatsminister für Bildung und Kul- tus, Wissenschaft und Kunst) Das Projekt vereinigt die besten Instrumentalisten aus bayerischen Schulen in einem Symphonieorchester. Einmal jährlich tritt das Orchester im Rahmen der Konzertreihe „Festival der Nationen“ öffentlich auf. Dem Konzert, das als Besonderheit immer auch gemeinsam mit einem Solisten von Weltrang gestaltet wird (David Garrett, Mischa Maisky, Julia Fischer, Nikolai Tokarew, Ann-Sophie Mutter) gehen intensive Probephasen an 4 Wochenenden voraus. Das vbw-Festivalorchester zählt zu den besten Jugendorchestern Deutschlands. Die vbw hat die Finanzierung für mindestens weitere 3 Jahre zugesagt. Partner: Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. Website: http://fdn.ccm-international.de/vbw-festival orchester/vbw-festivalorchester.html Seite 16 Bayerischer Landtag · 17. Wahlperiode Drucksache 17/4917 Kunstpaten Ziel des Projekts Kunstpaten, das 2010 erstmals durchgeführt wurde, ist es, durch gesprächsorientierte Museumsführungen Begeisterung und Interesse für Bildende Kunst bei jungen Menschen im Alter von 12 bis 14 Jahren zu wecken. Neben dem allgemeinen Aspekt einer Begegnung mit Kunst in der eigenen Freizeit ist der persönliche Dialog mit professionellen Kunstvermittlern (Kunsthistorikern mit Berufs- und speziell Vermittlungserfahrung) ein zentrales Anliegen des Projekts. Auf fachlich kompetenter Grundlage werden Kunstwerke in ihrer Erscheinung, ihren Intentionen und ggf. ihren historischen Zusammenhängen besprochen und beispielsweise Unterschiede und Gemeinsamkeiten zur Lebenswelt der Jugendlichen benannt. Dies geschieht durch eine themenzentrierte Vermittlung , die auf gemeinsamen sprachlich beschreibenden Wahrnehmungen und Schlussfolgerungen direkt vor einem Kunstwerk basiert. Das Projekt richtet sich an interessierte Jugendliche der 7. und 8. Jahrgangsstufen aller Schularten. Die Teilnehmerzahl ist pro Schule auf 12 begrenzt. An drei Terminen außerhalb der Schulzeit wird gemeinsam mit einem Profi Kunst entdeckt. Für die Teilnahme am Kurs entstehen keine Kosten. Förderer: Friedrich Carl Rein, Cletus von Pichler, Peter Handel, Schieren-Stiftung, Brandhorst Stiftung Partner: Hochschule für Fernsehen und Film, Akademie der Bildenden Künste München, Kunsthalle der Hypokultur-stiftung, Museum Brandhorst, Sammlung Goetz, Haus der Kunst, Alte Pinakothek, Neue Pinakothek , Pinakothek der Moderne Website: http://www.art131.bayern.de Projekt „Auftanz“ Auftanz ist ein Projekt der Stiftung art.131 mit den Brüdern Christoph und Michael Well der ehemaligen Biermösl Blosn an bayerischen Schulen. Hier werden Volkstänze wie Zwiefacher oder Woidhansl, die von Kindern und Jugendlichen von fünf bis zwanzig Jahren getanzt, gesungen und selbst gespielt werden können, vermittelt. Dazu wird Unterrichtsmaterial herausgegeben . Die Tänze werden in diversen Tanzkursen Lehrern und Erziehern vermittelt, die diese dann an Kindergärten und Schulen mit den Kindern und Jugendlichen einstudieren. Die zugehörige Musik wurde leicht, aber dennoch wirkungsvoll von Christoph Well arrangiert und auf CD aufgenommen. Sie ist für verschiedene Besetzungen (Geigenmusik, Tanzlmusik oder beides zusammen) geeignet. Zu Beginn des Projekts im Jahr 2006 wurden von Michael Well dreistündige Workshops für interessierte Lehrkräfte an Grund-, Mittel-, Realschulen, Gymnasien sowie an Beruflichen Schulen angeboten. In den bisher über 40 Veranstaltungen wurden mehr als 2.000 Lehrkräfte aus allen Schularten und Regierungsbezirken fortgebildet. Partner: Christoph und Michael Well, Hieber Verlag München Website: http://www.art131.bayern.de Schülerprojekt „Deutsch lernen mit Volksliedern“ Das Projekt wurde von Mitgliedern des Münchner Rundfunkorchesters gemeinsam mit dem StMBW ent- wickelt. Ziel ist das Erlernen von Deutsch als Fremdsprache für Kinder vor allem aus Übergangsklassen. Volkslieder werden so umgedichtet, dass sie sowohl Grammatik als auch Wortschatz mit 25 Liedern und entsprechenden Strophen transportieren können. Durch die Kombination von Melodie und Text steigert sich die Merkbarkeit enorm. Dazu wird Musik arrangiert , die mit klassischen Parametern auch einen Eindruck abendländischer Musik vermittelt. Im Rahmen des Projekts, das in der Planungsphase steht, bekommen in Übergangsklassen eingesetzte Lehrkräfte eine CD und ein Begleitheft mit arrangierten Volksliedern sowie eine Lehrerfortbildung angeboten . Die Lieder sind so umgetextet, dass sie einen Basiswortschatz und Grundkenntnisse der deutschen Grammatik vermitteln helfen. Die Arrangements sind ausschließlich mit klassischen Instrumenten eingespielt , um auch hier bei den Kindern nicht den gängigen Massengeschmack zu verstärken, sondern bis dato eher unbekannte Klänge zu bieten. Über die Texte bekommen die Kinder so Einblicke in deutsche Kultur, auch bayerisches Brauchtum, über die Musik und ihr eigenes Singen einen ersten Einblick in unsere abendländische Musiktradition. Partner: Münchner Rundfunkorchester, Ludwig-Maximilians -Universität München Schreibwerkstätten Der türkischstämmige deutsche Staatsbürger und Bayerische Förderpreisträger für Literatur 1995, Nevfel Cumart, ist für seine völker- und kulturverbindenden Gedichte und Texte bekannt. Mit dem Schriftsteller Nevfel Cumart wurden bereits zweimal Schreibprojekte mit Kindern mit Migrationshintergrund durchgeführt. Die Teilnehmer erhielten einen Einblick in literarisches Denken, Schreiben und Darstellen. Als „poetischer Pädagoge “ wagte sich der Schriftsteller mit den Schülerinnen und Schülern an die Themenbereiche „Toleranz“, „Gewaltlosigkeit“ und „Völkerverständigung“ und leistete somit eine unersetzbare „Basiskulturarbeit“. Auf einer Abschlussveranstaltung mit Lesungen der Schülerinnen und Schüler wurden die Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Ausgewählte Werke wurden in einer Sammlung in Buchform veröffentlicht. Die Bücher „Die Farben der Fremde“ und „Strandgut“ dokumentieren auf bemerkenswertem Sprachniveau das Lebensgefühl von Schülerinnen und Schülern in Bayern. Im Schuljahr 2014/15 wird ein neues Schreibprojekt erstmalig mit Schülerinnen und Schülern aus Gymnasien durchgeführt. Partner: Nevfel Cumart Kulturnetzwerk Bayern Am 24. Februar 2014 fand im StMBW die Tagung „Künste, die die Welt bedeuten? Kulturelle Bildung in Bayern. Kunst und Schule in Stadt und Land“ mit über 100 Teilnehmern statt. Vertreter der Schulen sowie Verwaltungen auf kommunaler und Landkreisebene („Abnehmerseite“) tauschten sich mit Vertretern der einschlägigen Verbände und Vereine („Anbieterseite“) fachlich zur Fragestellung „Wie geht kulturelle Bildung mit externen Partnern?“ aus. Drucksache 17/4917 Bayerischer Landtag · 17. Wahlperiode Seite 17 Herr Staatssekretär Bernd Sibler betonte in seiner Begrüßungsrede, dass die kulturelle Bildung für die Förderung der Persönlichkeit junger Menschen einen wichtigen Beitrag leistet. Das schulische und außerschulische Engagement im Rahmen der vielen Initiativen von Kommunen, Organisationen und Institutionen in ganz Bayern sollte zukünftig noch enger miteinander verknüpft werden. Bei der kulturell-ästhetischen Bildung junger Menschen spielt die Praxis eine wichtige Rolle. In verschiedenen bayerischen Städten sind in den letzten Jahren neue, erfolgreiche Projekte auf den Weg gebracht worden, die sich der Netzwerkbildung verschrieben haben. Beispiele sind der Kultur- und Schulservice der Stadt Coburg, das Projekt „MUBIKIN“ in Nürnberg, das sich auf die musikalische Bildung in Kindergarten - und Grundschulalter konzentriert, oder „Künstler an die Schulen“ in Ingolstadt. Auch bayernweit sind vielversprechende Strukturen entstanden, wie beispielsweise die Förderung des Landesverbandes der Jugendkunstschulen, die landesweiten Projekte von STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V. oder auch die Initiative des StMBW „Bildungsregionen in Bayern“, die eine enge schulische und außerschulische Zusammenarbeit in der Region zum Ziel hat. Durch einen fortwährenden intensiven Dialog soll auch ein entscheidender Beitrag in puncto Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung geleistet werden. Partner: STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V., Landesvereinigung Kulturelle Bildung in Bayern, Kulturpolitische Gesellschaft Landesgruppe Bayern Website: www.stadtkultur-bayern.de KulturTagJahr (Stiftung Nantesbuch) Das Projekt „KulturTagJahr“ wird in Bayern im Schul- jahr 2014/15 mit dem Luitpold-Gymnasium München durchgeführt. In den kommenden Jahren ist die Ausdehnung auf eine Grundschule, Realschule, Förderschule und eine berufliche Schule geplant. Bei „KulturTagJahr“ wird eine ganze Jahrgangsstufe , einmal pro Woche, ein ganzes Schuljahr hindurch durch externe Künstlerinnen und Künstler aller Kunst- und Kultursparten innerhalb und außerhalb der Schule (Lernorte wie Museen, Theater, Konzertsäle, Naturräume) unterrichtet. Die Stiftung übernimmt die kompletten Kosten für die Künstlerinnen und Künstler sowie die Fahrtkosten der Schülerinnen und Schüler, wenn außerschulische Lernorte besucht werden. Die Vorsitzende der Stiftung, Frau Susanne Klatten, hat für Bayern eine eigene Stiftung errichtet (Stiftung Nantesbuch), die mit dem StMBW zusammenarbeitet. Am 15.10.2014 wurde im Rahmen einer Pressekonferenz in der Pinakothek der Moderne in München eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Stiftung Nantesbuch und dem StMBW unterzeichnet. Partner: Altana Kulturstiftung, Stiftung Nantesbuch Website: www.altana-kulturstiftung.de Das StMAS unterstützt die kulturelle Bildung insbesondere im Rahmen der Kindertagesbetreuung und der Jugendarbeit . Die durch das StMAS geförderten Kindertageseinrichtungen arbeiten nach dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Kindertageseinrichtungen bis zur Einschulung (BayBEP). Ästhetik, Kunst und Kultur bilden im BEP einen eigenen, themenbezogenen Bildungs- und Erziehungsbereich ab, in dem sich ästhetische, künstlerische und kulturelle Bildung gegenseitig durchdringen. Die Umsetzung der Leitgedanken in Aktivitäten und Projekten in der Praxis richten sich darauf aus, dass die Kinder Ästhetik, Kunst und Kultur in ihrer ganzen Vielfalt und mit allen Sinnen ganzheitlich erleben können. Im Bereich der Jugendarbeit bildet die außerschulische Jugendbildung einschließlich der kulturellen Bildung einen wichtigen Schwerpunkt (vgl. § 11 Abs. 3 Nr. 1 SGB VIII). Das StMAS fördert die außerschulische Bildung insbesondere über den Bayerischen Jugendring K.d.ö.R. (BJR). Der BJR führt mit seinen Bezirks-, Kreis- und Stadtjugendringen sowie mit seinen Mitgliedsverbänden zahlreiche Angebote und Maßnahmen zur kulturellen Bildung junger Menschen im Rahmen der außerschulischen Jugendbildung durch. Zudem befinden sich unter den Mitgliedsorganisationen des BJR eine Reihe von Jugendorganisationen, die ihren Aktivitätsschwerpunkt in der kulturellen Bildung haben. Hierzu gehören z. B. die Trachtenjugend, die Nordbayerische Bläserjugend , die Chorjugend, die Fastnachtsjugend (Tanz und Musik) sowie 87 örtliche Jugendinitiativen mit kulturellem Schwerpunkt. Auch im Förderprogramm „Schulbezogene Jugendarbeit“ des BJR finden diverse Maßnahmen statt, die ihren Themenschwerpunkt im Bereich der Jugendkultur, insbesondere der aktiven Medienarbeit setzen. Ferner fördert das StMAS folgende Projekte bzw. Stiftungen , die sich für die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen einsetzen: die vom StMAS mitfinanzierte Stiftung Prix Jeunesse führt vor allem Wettbewerbe für Kinderund Jugendsendungen und Programme für Heranwachsende durch und vergibt hierbei Preise. Das ebenfalls vom StMAS geförderte Internationale Kulturzentrum Bayreuth e.V. hat sich kultureller Jugendarbeit im Geiste der Toleranz, der Weltoffenheit und der Heimatverbundenheit verschrieben . Junge künstlerische Kräfte sowie interessierte Jugendliche aus allen Bevölkerungsschichten sollen dabei auf allen Gebieten musisch-kultureller Betätigung, insbesondere der bildenden und darstellenden Kunst, der Musik und der Literatur zusammengeführt und gefördert werden, um ihren geistigen Lebensraum ins Seelische, in die Bereiche der Fantasie, des künstlerischen Spiels sowie der schöpferischen Kreativität zu erweitern und ihre Anlagen und Fähigkeiten zu entfalten. Durch internationales Zusammenwirken und den damit verbundenen Gedankenaustausch dient der Verein der Völkerverständigung und den gemeinsamen Idealen der Kultur und der Menschlichkeit. Die Bayerische Staatsregierung fördert und unterstützt Institutionen und Projekte, die junge Menschen zur Auseinandersetzung mit Kultur und Medien anregen. Hierzu zählen insbesondere die Angebote des Medienverleihs, Kinderund Jugendfilmfeste („Kifinale“/„Jufinale“) auf Bezirks- und Landesebene. Das StMAS unterstützt ferner das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Eine Besonderheit des JFF ist die Verknüpfung von Forschung und Praxis: Die Ergebnisse der Forschung sind die Grundlage für pädagogische Modelle in der Erziehungs-, Bildungs- und Kulturarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Aus der pädagogischen Praxis wiederum erhält der wissenschaftliche Bereich wichtige Impulse. Ziel der pädagogischen Angebote des JFF ist es, einen selbstbestimmten und reflektierten Umgang der Kinder und Jugendlichen mit den Medien zu fördern. Da- Seite 18 Bayerischer Landtag · 17. Wahlperiode Drucksache 17/4917 mit sollen sie befähigt werden, Medien als Mittel zur aktiven Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Lebenswelt, zur Partizipation am gesellschaftlichen und sozialen Umfeld und zur Veröffentlichung ihrer Sichtweisen und Meinungen einzusetzen . Auch das StMELF behandelt Themen der kulturellen Bildung im Rahmen des laufenden Unterrichts in den Schulen in der Zuständigkeit des StMELF. 4. a) Aus welchen Haushaltstiteln der verschiedenen Einzelpläne werden welche Institutionen, Projekte oder Maßnahmen der kulturellen Bildung durch den Freistaat gefördert? Das StMBW finanziert aus Kap. 05 04 Tit. 68107 bayernweit außerunterrichtliche Projekte und Maßnahmen in allen Bereichen der kulturellen Bildung für Schülerinnen und Schüler. Zusätzlich fördert das StMBW aus Kap. 05 04 Tit. 95 Lehrerfortbildungsmaßnahmen in allen Bereichen der Kulturellen Bildung. Aus Kap. 15 05 Tit. 633 80-5 fördert das StMBW über den Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen die Sing- und Musikschulen sowie aus Kap. 15 05 Tit. 689 80-8 über den Tonkünstlerverband Landesverband Bayern die privaten Musikinstitute und die freiberuflichen Musikpädagogen. Seit dem Haushaltsjahr 2014 fördert das StMBW unter einem eigenen Titel (Kap. 05 04 Tit. 68402) den Landesverband der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen LJKE Bayern e.V. sowohl institutionell als auch im Rahmen der Projektförderung. Aus Kap. 05 05 Tit. 633 81-5 und Tit 684 81-3 fördert das StMBW institutionell die Träger der Erwachsenenbildung auf Landesebene und die Landesorganisationen der Erwachsenenbildung sowie deren Mitglieder nach dem Erwachsenenbildungsförderungsgesetz (EbFöG). Weiterhin sieht Kap. 05 05 Tit. 684 82-2 Mittel für die institutionelle Förderung von besonderen Einrichtungen der Erwachsenenbildung vor, die nicht aus den bei TG 81 veranschlagten Mitteln gefördert werden können. Als besonders aktiv im Bereich kulturelle Bildung sind hier zu nennen der Bayerische Volksbildungsverband, das Zentrum für Umwelt und Kultur Benediktbeuren, das Bildungszentrum Kloster Roggenburg und das Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen. Daneben gewährt der Freistaat aus Kap. 15 05 TG 69 aus dem Kulturfonds Bereich Bildung und Kultus im Rahmen der Anschubfinanzierung für maximal zwei „Kulturfonds-Jahre“ (01.08. bis 31.07. des Folgejahres) Projekte auch aus den Schwerpunkten Allgemeine Erwachsenenbildung und Allgemeine kirchliche Bildungsarbeit. Das StMAS fördert aus Kap. 10 07 Titel 684 78 über den BJR zahlreiche Programme, die auch kulturelle Jugendbildung beinhalten. Hierbei handelt es sich insbesondere um die „Förderung der Aus- und Fortbildung von ehrenamtlichen Jugendleiterinnen und Jugendleitern“, das Programm „Jugendbildung“, den Landesmediendienst, das Fachprogramm „Integration“ und das Förderprogramm „Schulbezogene Jugendarbeit“. Alle zwei Jahre werden zudem die Bezirksjugendfilmfeste und das landesweite Jugendfilmfest „Jufinale“ gefördert. Daneben führt der BJR mit seinen Bezirks -, Kreis- und Stadtjugendringen sowie mit seinen Mitgliedsverbänden zahlreiche weitere Angebote und Maßnahmen zur kulturellen Bildung junger Menschen im Rahmen der außerschulischen Jugendbildung durch. Aus Kap. 10 07 Titel 686 02 fördert das StMAS die Gesellschaft zur Förderung des Internationalen Jugend- und Bildungsfernsehens e.V. Diese Gesellschaft fördert wiederum die Stiftung Prix Jeunesse. Ferner wird aus Kap. 10 07 Titel 684 78 das Internationale Kulturzentrum Bayreuth e.V. gefördert. Das Kinderfilmfest Kifinale ermöglicht es den Teilnehmern , spielerisch einen kreativen und kompetenten Umgang mit Medien zu erlernen und sich in Wort und Bild mit Themen der eigenen Lebenswelt auseinanderzusetzen. Die Kinder präsentieren ihre selbst erarbeiteten Filme auf dem Festival, das alle zwei Jahre an einem anderen Ort stattfindet . Das StMAS fördert das Kinderfilmfest aus Kap. 10 07 Titel 684 76. Das JFF wird vom StMAS aus Kap. 10 07 Titel 684 76 gefördert. Das StMELF fördert aus Kap. 08 03 Tit. 684 80 (Zuschüsse an nichtstaatliche Aus- und Weiterbildungseinrichtungen) die drei Landjugendorganisationen in Bayern und die zehn Bildungszentren Ländlicher Raum institutionell. Diese vermitteln u. a. auch kulturelle Bildung. b) Welche Einrichtungen oder Organisationen werden im Bereich der kulturellen Bildung aus den verschiedenen Ministerien gefördert? Als Organisation, also im Sinne einer institutionellen Förderung wird vom StMBW im Bereich der Kulturellen Bildung der Landesverband der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen LJKE Bayern e.V. gefördert. (Zur Förderung der besonderen Einrichtungen der Erwachsenenbildung s. o.). Über den BJR werden z. B. die Nordbayerische Bläserjugend , die Trachtenjugend und die Jugendbildungsstätten gefördert, die teilweise auch Angebote aus dem Bereich der kulturellen Bildung vorweisen bzw. in Kooperation mit dem Institut für Jugendarbeit in Gauting kulturpädagogische Qualifizierungskurse anbieten. Das StMAS beteiligt sich darüber hinaus personell und in Hinblick auf die Infrastruktur an der auch vom StMBW unterstützten Landeskoordinierungsstelle Musik (BLKM). Das StMELF fördert die drei Landjugendorganisationen in Bayern sowie die zehn Bildungszentren Ländlicher Raum. 5. a) Welche Maßnahmen und Aktivitäten der Staatsregierung im Bereich kultureller Bildung zielen auf interkulturelle Verständigung und interkulturelle Zusammenarbeit ab? Die Bayerische Landeskoordinierungsstelle für Musik (BLKM) veranstaltet im Auftrag des StMBW sowie des StMAS seit zwei Jahren den sog. Aktionstag Musik in Bayern . Eine Woche lang finden in nahezu allen Städten und Gemeinden musikalische Veranstaltungen statt, bei denen das Miteinander der Kulturen und Generationen im Vordergrund steht. Unter dem Motto „meine Heimat in der Musik“ wurden beispielsweise 2014 Lieder aus europäischen Nachbarstaaten einstudiert und öffentlich musiziert. Mehr als 150.000 Kinder nahmen an diesen Aktionen teil. Mit 15 Schulen aus allen bayerischen Regierungsbezirken wird 2 Jahre lang das Projekt „Schön, wie schön!“ durchgeführt , bei dem sich Kunststudenten aus allen Teilen der Welt mit Schülerinnen und Schülern theoretisch und praktisch mit dem Schönheitsbegriff unterschiedlicher Ethnien beschäftigen . Das Projekt wird begleitet vom UNESCO-Lehrstuhl für kulturelle Bildung der Friedrich-Alexander-Universität Drucksache 17/4917 Bayerischer Landtag · 17. Wahlperiode Seite 19 Erlangen-Nürnberg sowie von der Akademie der Bildenden Künste in München. Im pädagogischen Alltag von Kindertageseinrichtungen ist interkulturelle Bildung und Erziehung ein durchgängiges Prinzip. Sie spielt in nahezu allen Bildungs- und Erziehungsbereichen eine Rolle. Das beim BJR verortete und unter Frage 4 a erwähnte Fachprogramm „Integration“ zielt auch auf interkulturelle Verständigung und interkulturelle Zusammenarbeit ab. Gefördert werden niederschwellige Maßnahmen und Projekte, die die Integration und Selbstorganisation ausländischer Kinder und Jugendlicher und Kinder und Jugendlicher aus Zuwandererfamilien in die Kinder- und Jugendarbeit fördern. Ferner steht die interkulturelle Zusammenarbeit bei dem vom StMAS geförderten Internationalen Kulturzentrum Bayreuth e.V. im Vordergrund (siehe hierzu Antwort zu Frage 3). Zudem werden im Rahmen der von der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit organisierten bayerisch-tschechischen und bayerisch-israelischen Bildungszusammenarbeit Projekte konzipiert und durchgeführt, die in besonderer Weise auf Methoden der kulturellen Bildung abheben: Im Jahr 2013/2014 wurden bei einer bayerisch-tschechischen Fortbildung für Realschullehrkräfte ausgewählte Spielfilme, die sich mit dem Thema der Grenze befassen, filmästhetisch und historisch-kritisch für den Einsatz im Unterricht aufbereitet. Im Schuljahr 2014/15 werden sich Schülerinnen und Schüler verschiedener Schularten im Projekt „Grenzgeschichten – crossing borders“ bayerisch-tschechische Zeitgeschichte multiperspektivisch in innovativen, medial rückgebundenen , auf Eigenaktivität gründenden Lernprozessen erschließen und kreativ im Rahmen von multimedialen Web-Seiten aufbereiten. Verschiedene Darstellungsformen werden dabei genutzt: Musikbeiträge, Bildcollagen, Graphic Novels, poetische und erzählerische Formen, Reportage, Photografie. Damit leisten die Schulen einen vertiefenden und nachhaltigen Beitrag zur bayerisch-tschechischen Bildungskooperation . Die Landeszentrale arbeitet mit den Schulen bei der Profilierung, der inhaltlichen Erschließung und der Aufbereitung der einzelnen zeithistorischen Themen zusammen; die Schulen ihrerseits arbeiten mit Mediencoaches der „Stiftung Zuhören“ zusammen, um die inhaltlichen Ergebnisse der zeithistorischen Arbeit technisch angemessen , aber vor allem auch kreativ gestaltet auf der Plattform „Grenzgeschichten“ zu platzieren. Insgesamt ergibt sich hieraus eine öffentlich verfügbare und erweiterbare Präsentation zeithistorischer – aber auch gegenwartsbezogener – Auseinandersetzungen mit der vielfach gebrochenen und überformten bayerisch- bzw. deutsch-tschechischen Geschichte. Inhaltliche Aspekte werden dabei u. a. sein: die Erinnerungsgeschichte der Sudetendeutschen , die Auseinandersetzung Tschechiens mit der unmittelbaren Nachkriegsgeschichte, der Vergleich jeweils kennzeichnender Geschichtsnarrative, der Vergleich der jeweils kennzeichnenden Anwendungen historischen Lernens „z.B. im Umgang mit Minderheiten), die Wahrnehmung der Grenze seit 1945. Im Bereich der bayerisch-israelischen Bildungszusammenarbeit werden die Arbeitsformen der kulturellen Bildung vor allem bei den Projekten in den Mittelpunkt rücken, die 2015 im Zusammenhang mit dem siebzigjährigen Jahrestag des Endes von Krieg und Holocaust durchgeführt werden. Im Zentrum steht dabei die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, die ab Frühjahr 2015 über ein eigenes Bildungshaus verfügt; hier werden bayerisch-israelische Theater- und Musikworkshops voraussichtlich in Kooperation mit der sog. „TarbutBewerbung “ aus Afula (Israel) stattfinden. Zu ergänzen bleibt exemplarisch, dass 2012 von der Landeszentrale und den Generalkonsulaten von Israel und Ungarn ein gemeinsamer Kreativ-Workshop von bayerischen, israelischen und ungarischen Jugendlichen zur Geschichte von Raoul Wallenberg organisiert wurde, bei dem in vielfältigen künstlerischen Darstellungsformen die hier gegebene Thematik – Wallenberg war ein Retter Hunderter von ungarischen Juden – für eine öffentliche Veranstaltung aufbereitet wurde. b) Welchen Stellenwert hat für die Staatsregierung kulturelle Bildung für Erwachsene, und wie drückt sich dieser Stellenwert in den Maßnahmen der Staatsregierung aus? Die kulturelle Bildung Erwachsener hat für die Staatsregierung einen hohen Stellenwert. Dies drückt sich dadurch aus, dass nicht nur eine Vielzahl von Einrichtungen, die kulturelle Bildung für Erwachsene anbieten, seitens des Freistaats ins titutionell gefördert werden, sondern mit dem Kulturfonds -Bereich Erwachsenenbildung zusätzlich Projektmittel zur Verfügung gestellt werden. Die Angebote des BJR richten sich beispielsweise auch an Erwachsene in ihrer Rolle als Multiplikatoren und Fachkräfte . Für diese Zielgruppe werden im Institut für Jugendarbeit in Gauting seit Langem berufsbegleitende kulturpädagogische Weiterbildungskurse angeboten. c) Welchen Stellenwert hat für die Staatsregierung die gesellschaftliche Inklusion im Bereich der kulturellen Bildung und wie drückt sich dieser Stellenwert in den Maßnahmen der Staatsregierung aus? Inklusion verfolgt u. a. das Ziel der Chancengleichheit aller Menschen vor dem Hintergrund der Achtung der Menschenwürde und der Wertschätzung jedes einzelnen Menschen in seiner Besonderheit. Ziel der inklusiven Bildung ist die gemeinsame Teilhabe von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf an Bildung und Erziehung. Damit ist das Thema Inklusion auch untrennbar mit den Bereichen der kulturellen Bildung verknüpft, sofern sie sich auf Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe beziehen. Bayern geht den Weg der „Inklusion durch eine Vielfalt schulischer Angebote“. Den Förderschulen kommt innerhalb der inklusiven Schullandschaft die wichtige Rolle der sonderpädagogischen Kompetenz- und Beratungszentren zu. Es ist deshalb geplant , noch in diesem Schuljahr in drei Regierungsbezirken in der Zusammenarbeit mit dem Verband der Bayerischen Kinder- und Jugendkunstschulen und Förderschulen inklusive Kunstprojekte zu erproben, die in den nächsten Jahren ausgedehnt werden sollen. Erfahrungen bestehen bereits in der Durchführung inklusiver Tanzprojekte, bei denen Kinder und Jugendliche mit Behinderung als gleichberechtigte Partner auf der Bühne stehen und standen. Auch diese Projekte werden mit fachlicher Betreuung durch die Universität Augsburg weitergeführt. Dabei fließen die Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit mit Förderschulen und Regelschulen für tanzpädagogische Inklusionsprojekte auch gezielt in die Ausbildung künftiger Lehrkräfte der Seite 20 Bayerischer Landtag · 17. Wahlperiode Drucksache 17/4917 Grund-, Mittel- und Realschulen mit den Fächern Kunst und Musik ein. Die groß angelegte Maßnahme „klasse.im.puls“, bei der im Klassenverband Musikinstrumente erlernt bzw. Chorklassen gebildet werden, erlaubt durch die Möglichkeit der Binnendifferenzierung je nach Kenntnisstand und Können die Einbeziehung behinderter Kinder und Jugendlicher als gleichwertige Partner im musikalischen Geschehen. Mittlerweile sind mehr als 150 Klassen bayernweit in das Projekt einbezogen. Da die Maßnahme sowohl vom StMBW wie auch von Sponsoren unterstützt wird, ist auch hier eine Ausdehnung vorbereitet. Die Staatsregierung sieht für den Bereich der kulturellen Bildung ideale Möglichkeiten für die Einbeziehung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in die schulischen Angebote. Alle unter Punkt 2 aufgeführten Maßnahmen sind grundsätzlich hierfür geeignet. 6. An welchen Stellen und inwieweit kann nach Einschätzung der Staatsregierung die kulturelle Bildung im Rahmen eines Gesamtkonzepts zur Verringerung von Bildungsarmut oder zur Verringerung des Zusammenhangs zwischen Bildungsstand und sozialer Herkunft beitragen? Grundsätzlich zielen die Angebote, die unter Punkt 3 aufgeführt sind, darauf ab, niederschwellige Zugänge für alle schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen in Bayern zu kultureller Teilhabe zu ermöglichen. Die Staatsregierung arbeitet an der quantitativen Ausdehnung der Projekte. Für den Doppelhaushalt 2015/16 wurde deshalb eine deutliche Erhöhung der Mittel beantragt. 7. Plant die Staatsregierung sich dafür einzusetzen , dass die kulturelle Bildung fester Bestandteil schulischer Aktivitäten wird, und wenn ja, in welcher Form? Durch die Anerkennung der kulturellen Bildung als gleichwertiges Bildungsziel (Beschluss des Bayerischen Landtags vom 6. Juni 2008) hat die Staatsregierung dem Anliegen umfassend Rechnung getragen. Durch die sich anschließende Verpflichtung aller bayerischen Schulen zur Durchführung eines Kulturtags wurde deutlich, dass die kulturelle Bildung Bestandteil des ganzen Schuljahres sein soll. Das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) entwickelt deshalb im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst derzeit ein Portal, das den Schulen konkrete Partner vermitteln und Anregungen für die Durchführung des Kulturtags geben wird. Durch die Einführung von Grundschulen mit vor allem künstlerischem Schwerpunkt ab dem Schuljahr 2014/15 in allen Regierungsbezirken wird bereits ab der ersten Klasse die Beschäftigung mit Kunst gefördert. In der Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern und dem Verband bayerischer Kinder- und Jugendkunstschulen werden die gestalterischen Kompetenzen der Grundschulkinder gefördert und die Entwicklung einer eigenen Bildsprache angebahnt. In diesen Zusammenhang gehört auch die „musikalische Grundschule“, die in Bayern an mehr als 100 Grundschulen die Möglichkeiten eines erweiterten Musikunterrichts zur Entwicklung eines eigenen Schulprofils erprobt. Auch die Einführung von sog. Kulturschulen (eine erste Kultur-Grund- und -Mittelschule wurde im November 2014 in Bamberg eröffnet), soll in den nächsten Jahren nach Maßgabe des jeweils gültigen Haushalts gefördert werden. Zur Verstetigung der Zusammenarbeit aller bayerische Schulen mit externen Partnern aus dem Bereich der kulturellen Bildung wird die Förderung der Landesvereinigung Kultureller Bildung e.V. und des Vereins Stadtkultur Netzwerk bayerischer Städte e.V. für die kommenden Doppelhaushalte geprüft. Auch für die Jugendkunstschulen wurden vermehrt Mittel bereitgestellt. Beabsichtigt ist hier die Verstärkung der Zusammenarbeit im Bereich der Inklusion und der Kunstgrundschulen .